Steuer-Shop: Alles rund um Steuererklärung, Steuerberatung und Steueroptimierung

Entdecken Sie eine umfangreiche Auswahl an Produkten rund um das Thema Steuern. Von Fachbüchern, die komplexe Steuerthemen verständlich erklären, über Softwarelösungen, die Ihnen bei der Erstellung Ihrer Steuererklärung helfen, bis hin zu speziellen Ratgebern für Selbstständige und Freiberufler. Unsere Produkte sind stets aktuell und berücksichtigen die neuesten steuerrechtlichen Änderungen. Egal, ob Sie ein Steuerneuling oder ein erfahrener Steuerprofi sind, bei uns finden Sie die passenden Hilfsmittel, um Ihre Steuerangelegenheiten effizient und korrekt zu erledigen.

Arten von Steuern

Steuern sind finanzielle Abgaben, die von Regierungen erhoben werden, um öffentliche Dienstleistungen und Infrastrukturen zu finanzieren. Es gibt verschiedene Arten von Steuern, die auf unterschiedlichen Grundlagen erhoben werden. Hier sind einige der wichtigsten:

  • Einkommensteuer: Diese Steuer wird auf das Einkommen von Einzelpersonen und Unternehmen erhoben. Sie kann progressiv sein, was bedeutet, dass der Steuersatz mit steigendem Einkommen zunimmt.
  • Umsatzsteuer: Auch bekannt als Mehrwertsteuer, wird diese Steuer auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen erhoben. Sie wird normalerweise als Prozentsatz des Verkaufspreises berechnet.
  • Körperschaftsteuer: Diese Steuer wird auf den Gewinn von Unternehmen erhoben. Der Steuersatz kann je nach Land und Art des Unternehmens variieren.
  • Grundsteuer: Diese Steuer wird auf den Besitz von Immobilien erhoben. Sie wird normalerweise als Prozentsatz des geschätzten Wertes der Immobilie berechnet.
  • Zoll: Diese Steuern werden auf importierte Waren erhoben. Sie dienen dazu, die heimische Wirtschaft zu schützen und zusätzliche Einnahmen für die Regierung zu generieren.
  • Kapitalertragsteuer: Diese Steuer wird auf den Gewinn aus dem Verkauf von Anlagen oder Investitionen erhoben. Sie wird normalerweise als Prozentsatz des Gewinns berechnet.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Steuerarten und -sätze von Land zu Land variieren können. Einige Länder haben auch zusätzliche Steuern, wie z.B. Erbschaftssteuer, Luxussteuer oder Umweltsteuer.

Wie berechne ich meine Einkommensteuer?

Die Berechnung der Einkommensteuer erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird das zu versteuernde Einkommen ermittelt. Dieses setzt sich aus verschiedenen Einkunftsarten zusammen, wie zum Beispiel Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung. Von diesem Gesamtbetrag können dann bestimmte Ausgaben abgezogen werden, die sogenannten Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen.

  • Schritt 1: Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte. Hier werden alle Einkünfte aus den verschiedenen Einkunftsarten zusammengerechnet.
  • Schritt 2: Abzug der Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen. Dazu gehören zum Beispiel Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung oder auch Unterhaltszahlungen.
  • Schritt 3: Anwendung des Einkommensteuertarifs auf das zu versteuernde Einkommen. Der Einkommensteuertarif ist progressiv, das heißt, der Steuersatz steigt mit zunehmendem Einkommen.

Das Ergebnis ist die Einkommensteuer, die an das Finanzamt abgeführt werden muss. Es ist zu beachten, dass es sich hierbei um eine vereinfachte Darstellung handelt. Je nach individueller Situation können weitere Faktoren eine Rolle spielen.

Unterschied zwischen Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer

In der Praxis werden die Begriffe Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer oft synonym verwendet. Tatsächlich beziehen sie sich jedoch auf zwei Aspekte desselben Steuersystems.

  • Umsatzsteuer ist der allgemeine Begriff für die Steuer, die auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen erhoben wird. Sie wird vom Verkäufer erhoben und an das Finanzamt abgeführt. Die Umsatzsteuer ist eine indirekte Steuer, da sie vom Käufer bezahlt wird, aber vom Verkäufer an den Staat abgeführt wird.
  • Mehrwertsteuer hingegen bezieht sich speziell auf das System, mit dem diese Steuer erhoben wird. Es handelt sich um eine Steuer auf den "Mehrwert", der bei jeder Stufe der Produktion und des Vertriebs einer Ware oder Dienstleistung entsteht. Jeder, der an der Lieferkette beteiligt ist (Hersteller, Großhändler, Einzelhändler usw.), zahlt die Mehrwertsteuer auf den Wert, den er hinzufügt, und kann die Mehrwertsteuer, die er an andere zahlt, abziehen.

Im Grunde genommen ist die Mehrwertsteuer also eine Methode zur Erhebung der Umsatzsteuer. In vielen Ländern, einschließlich Deutschland, ist die Mehrwertsteuer das vorherrschende System zur Erhebung der Umsatzsteuer.

Steuerlast senken: Möglichkeiten und Strategien

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Steuerlast zu senken. Hier sind einige Strategien, die helfen können:

  • Ausnutzung von Steuerfreibeträgen: Jeder Steuerzahler hat Anspruch auf bestimmte Freibeträge, die das zu versteuernde Einkommen reduzieren. Dazu gehören der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und der Sparer-Pauschbetrag.
  • Steuerliche Absetzbarkeit von Kosten: Bestimmte Ausgaben können von der Steuer abgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen.
  • Investitionen in steuerbegünstigte Anlagen: Bestimmte Investitionen, wie zum Beispiel in Denkmalschutzimmobilien oder Solaranlagen, können steuerlich begünstigt sein.
  • Steuerliche Vorteile durch Ehe und Familie: Verheiratete und Familien mit Kindern können von verschiedenen steuerlichen Vorteilen profitieren, wie dem Ehegattensplitting oder dem Kindergeld.
  • Steuerberatung: Ein Steuerberater kann dabei helfen, alle steuerlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und die Steuerlast zu minimieren.

Es ist wichtig, sich regelmäßig über Änderungen im Steuerrecht zu informieren und die eigene Steuersituation zu überprüfen, um alle Möglichkeiten zur Senkung der Steuerlast zu nutzen.

Was ist eine Steuererklärung?

Eine Steuererklärung ist ein Dokument, das eine Person, ein Unternehmen oder eine andere Einheit an das Finanzamt sendet, um ihre finanzielle Situation und Aktivitäten innerhalb eines bestimmten Zeitraums offenzulegen. Sie enthält Informationen über Einkommen, Ausgaben, Gewinne und Verluste, sowie über Steuern, die bereits gezahlt wurden oder noch zu zahlen sind. Die Steuererklärung dient als Grundlage für die Berechnung der Steuerschuld oder des Steuerguthabens.

Wie erstelle ich eine Steuererklärung?

Die Erstellung einer Steuererklärung kann komplex sein, da sie eine genaue Kenntnis der Steuergesetze und -vorschriften erfordert. Hier sind die grundlegenden Schritte, die Sie befolgen sollten:

  1. Sammeln Sie alle notwendigen Unterlagen: Dazu gehören W-2s, 1099s, Belege für abzugsfähige Ausgaben und andere relevante Finanzdokumente.
  2. Wählen Sie die richtige Steuerform: Es gibt verschiedene Arten von Steuerformularen, abhängig von Ihrer finanziellen Situation. Einige gängige Formulare sind die 1040, 1040A und 1040EZ.
  3. Füllen Sie das Formular aus: Geben Sie alle erforderlichen Informationen ein, einschließlich Ihres Einkommens, Ihrer Abzüge und Ihrer Kredite. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Zahlen korrekt eingeben, um Fehler zu vermeiden.
  4. Überprüfen Sie Ihre Steuererklärung: Überprüfen Sie alle Informationen auf Genauigkeit und Vollständigkeit. Stellen Sie sicher, dass Sie alle erforderlichen Anhänge und Belege beifügen.
  5. Senden Sie Ihre Steuererklärung: Sie können Ihre Steuererklärung per Post an das Finanzamt senden oder sie elektronisch einreichen. Stellen Sie sicher, dass Sie sie vor dem Fälligkeitsdatum senden, um Strafen zu vermeiden.

Es kann hilfreich sein, einen Steuerberater oder einen Steuererklärungssoftware zu verwenden, um sicherzustellen, dass Ihre Steuererklärung korrekt und vollständig ist.

Was passiert, wenn ich meine Steuern nicht zahle?

Nichtzahlung von Steuern kann ernsthafte Konsequenzen haben. Zunächst wird das Finanzamt wahrscheinlich Mahnungen und Säumniszuschläge erheben. Diese zusätzlichen Kosten können sich schnell summieren und die ursprüngliche Steuerschuld erheblich erhöhen.

  • Wenn die Steuerschuld weiterhin unbezahlt bleibt, kann das Finanzamt Vollstreckungsmaßnahmen einleiten. Dazu gehören Pfändungen von Gehalt, Bankkonten oder sogar Immobilien.
  • Im schlimmsten Fall kann die Nichtzahlung von Steuern zu einer Strafverfolgung führen. Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen, das mit Geldstrafen und sogar Gefängnisstrafen geahndet werden kann.

Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Steuerpflicht eine gesetzliche Verpflichtung ist. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Steuern zu zahlen, sollten Sie sich an einen Steuerberater oder das Finanzamt wenden. Es gibt oft Möglichkeiten, Zahlungsvereinbarungen zu treffen oder Fristen zu verlängern.

Was ist der Solidaritätszuschlag?

Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Abgeltungsteuer in Deutschland. Er wurde ursprünglich eingeführt, um die Kosten der Wiedervereinigung zu decken. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5% der Steuerschuld und wird zusätzlich zu den genannten Steuern erhoben.

Warum gibt es den Solidaritätszuschlag?

Der Solidaritätszuschlag wurde 1991 eingeführt, um die Kosten für die deutsche Wiedervereinigung zu finanzieren. Ursprünglich war er als vorübergehende Maßnahme gedacht, wurde jedoch mehrmals verlängert und ist bis heute in Kraft.

Wer muss den Solidaritätszuschlag zahlen?

Grundsätzlich sind alle Steuerpflichtigen in Deutschland verpflichtet, den Solidaritätszuschlag zu zahlen. Es gibt jedoch Freigrenzen, unter denen kein Solidaritätszuschlag anfällt. Für Alleinstehende liegt diese Freigrenze bei einem zu versteuernden Einkommen von 16.956 Euro, für Verheiratete bei 33.912 Euro.

Wie wird der Solidaritätszuschlag berechnet?

Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5% der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer oder Abgeltungsteuer. Er wird also auf die Steuerschuld aufgeschlagen und nicht auf das Einkommen selbst berechnet.

Wie wird der Solidaritätszuschlag abgebaut?

Seit 2021 wird der Solidaritätszuschlag für die meisten Steuerzahler abgeschafft. Nur noch sehr hohe Einkommen sind davon betroffen. Damit soll die Steuerlast für kleine und mittlere Einkommen gesenkt werden.

Was ist eine Kirchensteuer?

Die Kirchensteuer ist eine Steuer, die von den Mitgliedern bestimmter Religionsgemeinschaften in einigen Ländern erhoben wird. Sie dient der Finanzierung der kirchlichen Aufgaben und Aktivitäten. In Deutschland zum Beispiel wird die Kirchensteuer als Zuschlag zur Einkommensteuer erhoben und von den Finanzämtern eingezogen. Die Höhe der Kirchensteuer variiert je nach Bundesland und beträgt in der Regel zwischen 8 und 9 Prozent der Einkommensteuer.

Wer muss Kirchensteuer zahlen?

Die Kirchensteuer wird von den Mitgliedern der steuererhebenden Religionsgemeinschaften gezahlt. Dazu gehören in Deutschland die evangelische und die römisch-katholische Kirche sowie einige jüdische Gemeinden. Wer keiner dieser Religionsgemeinschaften angehört, muss auch keine Kirchensteuer zahlen.

Wie wird die Kirchensteuer berechnet?

Die Kirchensteuer wird auf Basis der Einkommensteuer berechnet. Der genaue Prozentsatz variiert je nach Bundesland. In den meisten Bundesländern beträgt der Kirchensteuersatz 9 Prozent der Einkommensteuer, in Bayern und Baden-Württemberg sind es 8 Prozent.

Wie kann man die Kirchensteuer vermeiden?

Die einzige Möglichkeit, die Kirchensteuer zu vermeiden, besteht darin, aus der Kirche auszutreten. Der Austritt muss gegenüber dem zuständigen Amtsgericht oder Standesamt erklärt werden. Nach dem Austritt ist man nicht mehr Mitglied der Kirche und muss daher auch keine Kirchensteuer mehr zahlen.

Wie funktioniert die Besteuerung von Kapitalerträgen?

Kapitalerträge sind Einkünfte, die aus dem Verkauf oder der Nutzung von Kapitalvermögen resultieren. Dazu zählen beispielsweise Zinsen, Dividenden und Gewinne aus dem Verkauf von Aktien oder Immobilien. In vielen Ländern, einschließlich Deutschland, unterliegen diese Einkünfte der Kapitalertragsteuer.

Die Kapitalertragsteuer wird direkt an der Quelle abgezogen, das heißt, sie wird von der Bank oder dem Kreditinstitut, das die Kapitalerträge auszahlt, einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Dieser Prozess wird auch als Abgeltungssteuer bezeichnet. Der Steuersatz beträgt in Deutschland pauschal 25 Prozent, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Es gibt jedoch auch einige Freibeträge und Ausnahmen. So können beispielsweise Einzelpersonen einen Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro pro Jahr geltend machen, für zusammenveranlagte Ehepaare gilt ein Freibetrag von 1.602 Euro. Kapitalerträge, die diesen Betrag nicht überschreiten, sind steuerfrei.

Es ist wichtig zu beachten, dass Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung angegeben werden müssen, auch wenn die Kapitalertragsteuer bereits an der Quelle abgezogen wurde. Dies ermöglicht es dem Finanzamt, zu prüfen, ob der richtige Betrag an Steuern gezahlt wurde.

Was ist eine Vorsteuer?

Die Vorsteuer ist die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen für seine Einkäufe und Ausgaben zahlt. Sie wird auf Waren und Dienstleistungen erhoben, die ein Unternehmen für seine betrieblichen Aktivitäten kauft. Die Vorsteuer kann von der Umsatzsteuer, die das Unternehmen auf seine Verkäufe erhebt, abgezogen werden. Dieser Prozess wird als Vorsteuerabzug bezeichnet.

Wie kann ich die Vorsteuer geltend machen?

Um die Vorsteuer geltend zu machen, muss ein Unternehmen bestimmte Schritte befolgen:

  1. Das Unternehmen muss eine gültige Rechnung haben, die die Umsatzsteuer ausweist.
  2. Die Waren oder Dienstleistungen müssen für das Unternehmen und seine betrieblichen Aktivitäten gekauft worden sein.
  3. Das Unternehmen muss die Umsatzsteuer tatsächlich gezahlt haben.
  4. Das Unternehmen muss die Vorsteuer in seiner Umsatzsteuervoranmeldung geltend machen.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Unternehmen berechtigt sind, die Vorsteuer abzuziehen. Einige Unternehmen, wie zum Beispiel Kleinunternehmer, können von der Umsatzsteuer befreit sein und daher keinen Vorsteuerabzug geltend machen.

Was ist eine Gewerbesteuer?

Die Gewerbesteuer ist eine Steuer, die auf den Gewinn eines Gewerbebetriebs erhoben wird. Sie ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für Gemeinden in Deutschland. Die Höhe der Gewerbesteuer hängt vom Gewerbeertrag des Unternehmens und vom Hebesatz der Gemeinde ab.

Wer muss Gewerbesteuer zahlen?

Grundsätzlich sind alle Gewerbetreibenden in Deutschland zur Zahlung der Gewerbesteuer verpflichtet. Dazu zählen Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Ausgenommen von der Gewerbesteuerpflicht sind Freiberufler und bestimmte andere Berufsgruppen, die nicht gewerblich tätig sind.

Wie wird die Gewerbesteuer berechnet?

Die Berechnung der Gewerbesteuer erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird der Gewerbeertrag ermittelt, der die Grundlage für die Berechnung der Steuer bildet. Auf diesen Betrag wird der Gewerbesteuer-Messbetrag angewendet, der vom Finanzamt festgelegt wird. Das Ergebnis wird mit dem Hebesatz der Gemeinde multipliziert, um die endgültige Gewerbesteuer zu ermitteln.

Wie kann man die Gewerbesteuer senken?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Gewerbesteuer zu senken. Dazu gehören unter anderem die Wahl des Standorts, da der Hebesatz von Gemeinde zu Gemeinde variiert, und die Optimierung der Gewinnermittlung. Darüber hinaus können bestimmte Freibeträge und Vergünstigungen in Anspruch genommen werden.

Besteuerung von Renten

Die Besteuerung von Renten in Deutschland hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören das Jahr des Renteneintritts und die Art der Rente. Seit 2005 gilt das Alterseinkünftegesetz, das eine nachgelagerte Besteuerung der Renten vorsieht.

  • Besteuerung nach Renteneintrittsjahr: Bei Rentnern, die vor 2005 in Rente gegangen sind, sind 50% der Rente steuerfrei. Für Rentner, die ab 2005 in Rente gehen, steigt der zu versteuernde Anteil jährlich an. Für das Jahr 2021 beträgt der steuerpflichtige Anteil 81%.
  • Art der Rente: Die Art der Rente spielt ebenfalls eine Rolle. Während die gesetzliche Rente und die Rürup-Rente nach dem gleichen Prinzip besteuert werden, gelten für die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge andere Regeln. Bei der Riester-Rente sind die Beiträge steuerfrei, die Auszahlungen im Alter werden jedoch voll versteuert. Bei der betrieblichen Altersvorsorge sind die Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei, die Auszahlungen im Alter werden jedoch voll versteuert.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht die gesamte Rente besteuert wird, sondern nur der sogenannte Ertragsanteil. Dieser Anteil hängt vom Alter des Rentenbeziehers bei Rentenbeginn ab. Je älter man bei Rentenbeginn ist, desto geringer ist der Ertragsanteil und damit der zu versteuernde Anteil der Rente.

Zudem gibt es einen steuerlichen Grundfreibetrag. Liegt das zu versteuernde Einkommen unter diesem Betrag, muss keine Einkommensteuer gezahlt werden. Für das Jahr 2021 beträgt der Grundfreibetrag für Alleinstehende 9.744 Euro und für Verheiratete 19.488 Euro.

Was ist eine Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie anfällt. Sie wird auf den Kaufpreis des Grundstücks oder der Immobilie berechnet und ist vom Käufer zu entrichten. Die Höhe der Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland in Deutschland und liegt zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises. Sie ist eine einmalige Steuer und wird zum Zeitpunkt des Erwerbs fällig.

Die Grunderwerbsteuer ist eine wichtige Einnahmequelle für die Bundesländer. Sie wird vom Finanzamt erhoben und ist in der Regel innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Steuerbescheids zu zahlen. Bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer werden auch eventuelle Nebenkosten, wie zum Beispiel Maklergebühren, berücksichtigt.

Es gibt einige Ausnahmen, bei denen keine Grunderwerbsteuer anfällt. Dazu gehören unter anderem der Erwerb von Grundstücken durch Ehegatten oder Lebenspartner, der Erwerb von Grundstücken im Rahmen einer Erbschaft oder Schenkung und der Erwerb von land- und forstwirtschaftlichen Flächen.

Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen

Die Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen erfolgt in Deutschland nach dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz. Die Höhe der Steuer hängt von der Höhe des Erwerbs und dem Verwandtschaftsgrad zwischen Erblasser und Erben bzw. Schenker und Beschenktem ab.

  • Steuerklassen: Es gibt drei Steuerklassen. In Steuerklasse I fallen Ehepartner, Kinder und Enkel, in Steuerklasse II Geschwister, Nichten und Neffen und in Steuerklasse III alle übrigen Erwerber.
  • Freibeträge: Jeder Erwerber hat einen bestimmten Freibetrag. Für Ehepartner beträgt dieser 500.000 Euro, für Kinder 400.000 Euro und für Enkel 200.000 Euro. Für alle anderen Erwerber beträgt der Freibetrag 20.000 Euro.
  • Steuersätze: Die Steuersätze variieren je nach Steuerklasse und Höhe des Erwerbs zwischen 7% und 50%.

Bei Schenkungen gelten dieselben Regeln wie bei Erbschaften. Allerdings kann der Freibetrag alle zehn Jahre erneut in Anspruch genommen werden. Dies bietet die Möglichkeit, durch frühzeitige und regelmäßige Schenkungen Erbschaftsteuer zu sparen.

Es ist zu beachten, dass bestimmte Erwerbe von der Erbschaftsteuer befreit sind, wie z.B. Hausrat bis zu einem Wert von 41.000 Euro oder ein Familienheim, wenn der Ehepartner oder die Kinder dieses selbst nutzen.

Die Erbschaftsteuererklärung muss innerhalb von drei Monaten nach Kenntnis des Erbfalls beim Finanzamt eingereicht werden. Bei Schenkungen muss die Schenkungsteuererklärung innerhalb von drei Monaten nach Ausführung der Schenkung eingereicht werden.

Was ist eine Körperschaftsteuer?

Die Körperschaftsteuer ist eine Form der Einkommensteuer, die auf den Gewinn von juristischen Personen erhoben wird. Sie ist eine direkte Steuer und gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen des Staates. Die Körperschaftsteuer wird auf den Gewinn von Unternehmen erhoben, der durch ihre Geschäftstätigkeit erzielt wird.

Wer muss Körperschaftsteuer zahlen?

Die Körperschaftsteuerpflicht betrifft in erster Linie juristische Personen, also Unternehmen, die in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, einer GmbH oder einer Genossenschaft organisiert sind. Auch Vereine, Stiftungen und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts können körperschaftsteuerpflichtig sein, wenn sie wirtschaftlich tätig sind. Die Höhe der Körperschaftsteuer ist abhängig vom erzielten Gewinn des Unternehmens.

Wie wird die Körperschaftsteuer berechnet?

Die Berechnung der Körperschaftsteuer erfolgt auf Basis des zu versteuernden Einkommens der Körperschaft. Dabei wird der Gewinn des Unternehmens ermittelt und um bestimmte Posten bereinigt. Dazu gehören beispielsweise Betriebsausgaben, Abschreibungen oder Verlustvorträge. Der so ermittelte Gewinn wird mit dem Körperschaftsteuersatz multipliziert, der derzeit in Deutschland 15% beträgt.

Welche Besonderheiten gibt es bei der Körperschaftsteuer?

  • Die Körperschaftsteuer ist eine periodische Steuer, das heißt, sie wird in regelmäßigen Abständen erhoben.
  • Die Körperschaftsteuer ist eine direkte Steuer, da sie unmittelbar vom Steuerschuldner zu entrichten ist.
  • Die Körperschaftsteuer ist eine Ertragsteuer, da sie auf den Gewinn des Unternehmens erhoben wird.

Hier ein Kinderwitz zum Thema Steuern

Warum hat der Finanzbeamte kein Aquarium? Weil er die Fische nicht nur im Wasser, sondern auch in der Steuererklärung unterbringen muss!

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