Mehr über Schweißen & Löten

Beim Schweißen schmilzt die große Hitze des Schweißgerätes die beiden Enden der metallenen Werkstücke. Dadurch verbinden sie sich miteinander. Oft wird zusätzlich noch ein Zusatzwerkstoff, der sogenannte Schweißdraht oder die Schweißelektrode, hinzugefügt. Auch dieser schmilzt und fließt in die entstandene Fuge zwischen den Werkstücken. Sobald die Werkstücke und der hinzugefügte Zusatzwerkstoff abgekühlt sind, entsteht eine sichere, feste Verbindung. Beachte, dass beim Schweißen auch ohne das Hinzufügen eines Zusatzwerkstoffes eine Verbindung zwischen den Metallstücken entsteht. Durch einen Zusatzwerkstoff wird diese Verbindung jedoch verbessert.
 
Weiterhin wird zwischen Schmelz-Verbindungsschweißen und Press-Verbindungsschweißen unterschieden:
Schmelz-VerbindungsschweißenPress-Verbindungsschweißen
Schmelzverbindung ohne Kraftaufwand

Schmelzverbindung mit Kraftaufwand


Zwei gleichartige Metalle werden an der Verbindungsstelle geschmolzen und mit oder ohne Zusatzwerkstoff (Schweißdraht) verbunden

Zwei Metalle werden an der Verbindungsstelle geschmolzen und anschließend zusammengepresst

Beim Zusammenpressen der Werkstoffe entsteht ein Grat

Verfahren: Elektroschweißen, SchutzgasschweißenVerfahren: Gaspressschweißen, Pressstumpfschweißen
Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Schweißen und Löten? Bei beiden Verfahren werden Metalle durch Hitze miteinander verbunden. Der Unterschied ist, dass beim Schweißen die Werkstückenden und der gegebenenfalls hinzugefügte Schweißdraht schmelzen und sich so fest verbinden. Beim Löten hingegen verflüssigen sich die Werkstückenden nicht. Stattdessen erhitzt der Lötkolben den Zusatzwerkstoff, das sogenannte Lot, soweit, dass es sich verflüssigt. Sobald dieses abkühlt, entsteht eine feste Verbindung der beiden Metallteile. Im Gegensatz zum Schweißen ist beim Löten das Lot als Verbindungselement unbedingt notwendig.
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