Beetpflanzen

Großartige Variationsmöglichkeiten, wenn auch nur für einen Sommer: Sommerblumen bringen fantasievolle Farbenfreude in Ihren Garten.

1. SOMMERBLUMEN

Großartige Variationsmöglichkeiten, wenn auch nur für einen Sommer: Sommerblumen bringen fantasievolle Farbenfreude in Ihren Garten.

Sommerblumensorten

Es gibt einjährige und zweijährige Sommerblumen. Viele von ihnen sind auch zur Haltung in Blumenkästen geeignet.

Einjährige Sommerblumen werden im Frühjahr (einige Arten bereits im Winter) ausgesät und blühen im gleichen Sommer. Nur wenige benötigen eine Vorkultur (Anzüchten im Gewächshaus oder Wohnbereich ab ca. Februar).

Klassische einjährige Sommerblumen zur direkten Aussaat im Zeitraum zwischen März und Mai sind z.B. Ringelblume, Schleierkraut, Sonnenblume und Chrysantheme.

Eine Anzucht benötigen z.B. Goldmohn, Mädchenauge, Löwenmaul, Petunie, Sommeraster und Studentenblume. Zweijährige Sommerblumen, wie Stiefmütterchen, Fingerhut, Vergissmeinnicht und Goldlack, werden zwischen Mai und Juli ausgesät und blühen dann im folgenden Frühjahr oder Sommer.

Wem die Aussaat und Wartezeit zu umständlich ist, der kann die meisten Sommerblumen bereits vorgezogen im Topf kaufen und in das Beet einpflanzen.

Tipp 1: Sommerblumen-ABC

Einzelne kranke Blumen besser nicht mit Pflanzenschutzmittel bekämpfen, lieber ganz entfernen. Blumenbeet möglichst nicht der Dauerberegnung des Rasens aussetzen. Blumengruppen in verschiedenen Farben wirken besonders farbenfroh und lebendig. Dafür beim Säen an Blumenmischungen (gibt es fertig zu kaufen) denken. Sommernelken und Leberbalsam blühen bei Rückschnitt nach der ersten Blüte ein zweites Mal. Duftbeete erhalten Sie mit Goldlack (Veilchenaroma), Heliotrop (Vanilleduft), Duftsteinrich (Honigduft) und Ziertabak. Fingerhut, Ringelblume, Vergissmeinnicht und andere säen sich im Herbst selbst aus. Im nächsten Sommer blüht die neue Generation – vielleicht allerdings an einer unerwarteten Stelle. Wenn Astern „über Nacht“ welken, leiden sie an Asternwelke (Pilzerkrankung). Da diese leider unheilbar ist, müssen die Pflanzen entfernt werden. Neupflanzungen nicht mehr an der gleichen Stelle anlegen.

Finger weg vom Herkuleskraut: Es verbreitet sich durch Selbstaussaat, okkupiert nach und nach den ganzen Garten und ätzt zudem auf der Haut.

Säen und Pflanzen im Beet

Zum Säen Boden mit Spaten oder Harke auflockern, Volldünger und Kompost einarbeiten und erneut gut harken. Danach den Boden anfeuchten und die Saat per Hand gleichmäßig verteilen. Samen einharken und Erde mehrere Tage regelmäßig beregnen. Das war’s schon.

 

Bei Topfpflanzen Boden identisch vorbereiten, kleine Löcher (nicht zu eng) ausheben, Pflanzen mit Wurzeln und Erde vorsichtig aus dem Topf heben und vollständig einsetzen. 5 cm Erde darüber verteilen, leicht mit der Hand eindrücken und gut wässern.

ZWIEBEL- UND KNOLLENBLUMEN

Krokus, Gladiole, Tulpe, Narzisse, Anemone oder Dahlie erwachsen aus Zwiebeln und Knollen. Sie sind oft die ersten Neugierigen, die aus dem Boden lugen, ob der Winter endlich vorbei ist.

Im Prinzip werden sie einfach in einem Loch (je nach Sorte ca. 15-30 cm tief) in der Erde vergraben. Wichtig: Nässe im Boden lässt sie faulen, daher besser nicht in Teichnähe oder zu lehmigen Boden setzen. Frühlingsblüher werden im Herbst gesetzt (Bodentemperatur unter 10 °C), Sommerblüher im Frühjahr.

Wichtig: Sommerblüher wie Dahlien und Gladiolen sind frostempfindlich. Vor dem Winter vorsichtig ausgraben, im Keller/Gewächshaus im Blumenkasten unter Sägespänen, Holzwolle oder Torf überwintern lassen und im Frühjahr (April bis Mai) neu einsetzen. Faule Zwiebeln rechtzeitig entfernen.

Frühlingsblüher wie Tulpen, Lilien oder Krokus können problemlos unterirdisch überwintern.

Achtung: Verwelkte Zwiebel- und Knollengewächse niemals abschneiden. Welke Blüten mit Stiel jedoch schon.

Schnittblumen wie beispielsweise Tulpen können Sie wunderbar auch in der Vase weiterwachsen lassen.

2. STAUDEN

Einmal pflanzen, viele Jahre genießen: Stauden gehören mit ihrer Blütenpracht und Farbenfrische einfach in jedes Ziergartenbeet.

Stauden wachsen sowohl an sonnigen wie auch an schattigen Standorten und selbst im Wassergarten. Sie blühen im Frühjahr, Sommer und Herbst. Und das jeweils über viele Jahre hinweg.

Beetstauden wie Pfingstrose und Rittersporn sind speziell gezüchtete, teils meterhoch wachsende Pflanzen. Wildstauden wie der Fingerhut wurden nahezu unverändert aus der Natur in den Garten übernommen. Polster- oder Zwergstauden wachsen flach über den Boden.

Die meisten Staudenarten sterben oberirdisch im Winter ab und wachsen im Frühjahr nach. Bergenie und Christrose jedoch sind immergrüne Vertreter ihrer Art.

Die Staudenfamilie ist so groß, dass Sie sich hinsichtlich Wuchshöhe, Blütezeit und Farben vorzeitig überlegen sollten, wie Sie Ihr Staudenbeet anlegen möchten, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen. Lassen Sie sich daher unbedingt vom Fachmann des Baumarktes Ihrer Wahl beraten.

STAUDEN FÜR SONNIGE LAGEN UND BEETE

Gerade die Sonnenanbeter unter den Stauden bilden auch die kräftigsten Farbtupfer in Ihrem Garten.

Astern und Rittersporne in allen Unterarten lieben die Sonne. Die bekanntesten Sonnenstauden sind wohl Schafgarbe (bis 120 cm), Glockenblume (20 cm), Akelei (70 cm, leicht giftig), Margerite (90 cm), Nelken, Fingerhut (170 cm), Schleierkraut (bis 120 cm), Sonnenhut (60-200 cm) und Pfingstrose.

Tipp 2: Stauden-ABC

Stauden saugen den Boden regelrecht aus. Daher regelmäßig mit Kompost und Dünger Nährstoffe nachführen.

Stauden sind keine Einzelgänger. Gruppenbilder sehen dazu einfach auch schöner aus. Wässern ist in der Regel nur bei sehr langen Trockenperioden nötig. Ausnahme: Stauden am Gehölzrand sehen toll aus, verlieren aber im Wurzelbereich den Kampf ums Wasser. An diesen Standorten besonders gut gießen. Stauden können wie Blumen selbst gesät werden (Mitte April). Samen sind in Ihrem Praktiker Baumarkt erhältlich. Nach einigen Jahren können Sie verschiedene Staudenarten problemlos verjüngen. Ausnahme: Pfingstrosen, Christrosen und andere blühen oft erst nach einigen Jahren. Diese besser einfach ungestört wachsen lassen. Stauden werden häufig von Mehltau befallen. Stickstoffarme Böden und viel Luft zwischen den einzelnen Pflanzen helfen, den Pilzbefall zu verhindern bzw. zu minimieren. Zaubern Sie aus vielen Staudenarten auch einen frischen bunten Strauß für Ihre Vase. Um hochwachsende, grazile Stauden (Rittersporn, Herbstaster etc.) vor Umknicken durch Wind zu schützen, gibt es in ihrem Praktiker Baumarkt Staudenhalter und -stäbe. Pfingstrosen sind bei optimaler Pflege und korrekter Einpflanzung echte Methusalems. Sie blühen oft erst nach vier Jahren, können aber bis zu 70 Jahre alt werden!

Stauden für schattige Lagen und Beete

Schatten bedeutet in diesem Zusammenhang natürlich nicht eine dauerhafte Abstinenz der Sonne, sondern eher Halbschatten, weil diese Stauden die pralle Sonne nicht sonderlich gut vertragen. Bäume, Sträucher etc. in der Nachbarschaft Ihres Staudenbeets wären daher optimal.

Eisenhut (100–150 cm), Primel, Lerchensporn, Nelkenwurz und Bergenie sind typische Halbschattenvertreter.

RIESENSTAUDEN

Nur etwas für wirklich große Gärten sind Extrem-Formen, die eine Größe von 200 bis 300 cm und enorme Ausbreitungen erreichen können. Hierzu gehören das Mammutblatt, der Federmohn und das Riesenschleierkraut.

STAUDEN PFLANZEN UND PFLEGEN

Stauden stehen viele Jahre am gleichen Ort. Daher muss der Boden vor der Einpflanzung besonders gründlich vorbereitet werden. Um seine ganze Wirkung zu entfalten, sollte ein Staudenbeet mindestens 2–3 Meter breit und 1–2 Meter tief sein. Hochwachsende Stauden werden in ein mindestens 2 Spaten tief aufgelockertes Beet gepflanzt. Bei kleineren Arten genügt 1 Spatentiefe. Der Boden sollte komplett von Unkraut samt Wurzeln und Steinen befreit sein und gut kompostiert werden. Feuchte Böden mit Sand und Torf durchmischen, sandige Böden mit künstlichem Hygromull anreichern.

Ab Mitte März beginnt die Pflanzzeit für Stauden und endet je nach Sorte etwa Mitte Mai. Eine zweite Pflanzphase beginnt im September bis Mitte November. Die Jungpflanzen in diesem Fall im Winter mit Laub/Vlies abdecken.

Vor dem Einpflanzen gut wässern. Pro Pflanze ein eigenes Loch ausheben, in das der Erdballen gut hineinpasst. Mit etwas Erde bedecken, andrücken und gut wässern. In den folgenden Tagen regelmäßig beregnen. Hohe Stauden dabei nach hinten, kleinwüchsige nach vorne pflanzen. Stauden vertragen weder Pestizide noch Unkraut. Dieses vermengt sich mit der Zeit derart mit den Wurzeln, dass ein Entfernen kaum noch möglich ist, ohne die Stauden zu beschädigen. Daher in den ersten Jahren das Beet stets gründlich von Unkraut frei halten. Die schönste Kombination in Ihrem Garten ist eine Mischung aus Stauden mit verschiedenen Blütezeiten. So haben Sie das halbe Jahr über ein bunt blühendes Beet. Wenn Ihnen Sommerblumen und Stauden für Ihr Gartenbeet noch nicht genügen und Ihr Beet Platz genug bietet, können Sie es auch mit zusätzlichen Ziergräsern und Farnen in eine gewollt urwüchsige und besonders ansehnliche Gartenlandschaft auf begrenztem Raum verwandeln.

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