Das Rosenbeet - Platz für die Königin!

Die Sortenvielfalt ist ohnehin eine Liste ohne Ende. Eines bleibt die Rose dabei immer: eine einzigartige Veredelung Ihres Gartens.

1. VORAUSSETZUNGEN

Das populärste und seit Jahrhunderten faszinierendste Gartengewächs gibt es in vielen verschiedenen Varianten: Beetrose, Kletterrose, Strauchrose, Heckenrose und Zwergrose. Und diese Varianten gibt es jeweils als Edelrose oder Wildrose. Sie kann frei und hoch hinauswachsen, Gärten begrenzen, Wände verzieren, den Boden bedecken oder einfach in Kübeln Terrassen und Balkone adeln. Die Sortenvielfalt ist ohnehin eine Liste ohne Ende. Eines bleibt die Rose dabei immer: eine einzigartige Veredelung Ihres Gartens.

BEETSTANDORT

Was den idealen Standort angeht, ist die Rose durchaus anspruchsvoll. Sie nimmt sich ihr königliches Recht, im Sonnenlicht zu glänzen. Viel Sonne ja, aber bitte nicht sengend und ununterbrochen. Dazu darf ein laues Lüftchen wehen, um die Blätter trocken zu halten. Starken Wind jedoch schätzt sie gar nicht.
Dafür sind Rosen erstaunlich bescheiden, wenn es um die Bodenbeschaffenheit geht. Jeder normale, aber sehr gut durchlüftete Gartenboden genügt ihr. Mit zwei Einschränkungen: Staunässe mag sie als tief wurzelndes Gewächs (Rosen zählen übrigens zu den Gehölzen) ebenso wenig wie steinigen oder tonigen Untergrund, der ihre Wurzeln am Weiterkommen hindert.

ROSENARTEN

Die wesentlichen Unterscheidungskriterien bei den vielen verschiedenen Rosenarten sind die Wuchseigenschaften.

  • Beetrosen bilden dichte, buschartige Gruppen.
  • Edelrosen wie Teerosen wachsen langstielig mit nur einer Blüte.
  • Strauchrosen sind Edelrosen mit besonders kräftigem Wuchs bis 300 cm Höhe.
  • Die Triebe der Kletterrosen wachsen als Spreizklimmer überproportional in die Höhe und lassen sich an Rankengittern fixieren.
  • Bodendeckende Rosen sind flachwüchsig (bis 80 cm) bei Trieben von bis zu 200 cm.

Zudem werden Edelrosen als spezielle Züchtungen mit besonders prachtvollen Blüten und Farben angeboten. Wildrosen und alte Rosenzüchtungen dagegen zeichnen sich durch sanfte, gedeckte Farben und pralle Blütendüfte aus.
Zum Anlegen in Pflanzbeeten sollten Sie sich je nach Größe für Beet- oder Strauchrosen entscheiden.

TIPP 1: ROSEN-ABC

Rosen einwintern:
Klingt befremdlich, ist aber (für einige Rosenarten) hilfreich.

  • Erdhügel: In besonders kalten Wintern können Sie empfindlichere, hochstielige Rosensorten nach dem Entblättern vorsichtig biegen, bis ein großer Teil unter einem angehäuften Erdwall verschwunden ist. Sehr altmodische Methode, aber immer noch hilfreich.
  • Herbstlaub: Kletterrosen sollten Sie vor dem Winter einzeln 10 cm dick mit Herbstlaub (vorher von Schädlingen säubern) und einer Lage Kiefernzweige zudecken.

Pflanzenkombinationen:
Rosenbeete besser nicht mit Stauden etc. mischen, sondern aneinander angrenzen lassen.

  • Unterschiedliche Düngeanforderungen schaden den Rosen.
  • Verschiedenes Höhenwachstum „unterjocht“ Ihre Rosen.
  • Dichte Staudenwurzeln ersticken Ihre Rosen.

2. ROSENBEET ANLEGEN

Rosen lassen sich in zwei Perioden pflanzen.
Am besten im Zeitraum Oktober bis Ende November. Dann ist der Boden noch warm, die Pflanzen können bereits einen Teil ihrer Wurzeln ausbilden und anwachsen. Alternativ geht auch März bis Mitte April, speziell in klimatisch rauen Regionen mit frühen Winterfrost-Nächten.

SCHRITT 1:

Nackte Rosenwurzeln über Nacht in Wasser stellen, Wurzeln vor dem Pflanzen etwas einkürzen (das fördert die Nährstoffaufnahme) und geknickte Teile entfernen.

SCHRITT 2:

Lockern Sie das Pflanzbeet gründlich mindestens 1 ½ Spaten tief auf und vermengen es mit Kompost (auf keinen Fall düngen!). Dann Rosen einzeln einsetzen. Dabei darauf achten, dass die Veredelungsstelle, also die Verdickung knapp oberhalb der Wurzel, ca. 5 cm unter der Erde liegt und die Wurzeln beim Einsetzen nicht knicken. Erde-Kompost-Gemisch anfüllen und dabei zwischendurch wässern.

Zum Schluss kleinen Bewässerungsring aus Erde anlegen und Rose erneut gründlich wässern.

Achten Sie darauf, dass Ihre Rosen im Beet weder zu eng noch zu weit auseinanderstehen. Ersteres behindert das Wachstum und staut die Hitze, das Letztere vermindert den harmonischen Gesamteindruck.

3. ROSEN PFLEGEN

Neben dem Rosenschnitt wünschen sich Rosen von Ihnen vor allem Feuchtigkeit und einen stets lockeren, luftigen Boden.
Nach dem Einpflanzen müssen Sie Rosen normalerweise im Pflanzbeet nur 3 – 4 Jahre wässern (Ausnahmen: Rosen im Kübel, geschützt unter Dachüberständen etc.). Dann sind die Wurzeln so tief in die Erde gewachsen, dass sie sich die nötige Feuchtigkeit von tief unten holen können. Außer natürlich in sogenannten „Jahrhundert-Sommern“.

Falls Sie wässern: Niemals die Blätter nass werden lassen (Gefahr von Sternrußtau!). Daher auch Vorsicht beim Beregnen des Rasens.

Eine vor Austrocknung schützende Mulchdecke kann nie schaden. Sie sorgt auch dafür, dass der Boden nicht verdichtet und genügend Luft an die Wurzeln gelangt.

Ansonsten benötigt Ihr Rosenbeet gelegentliches, aber gründliches Auflockern des Bodens und im März eine Handvoll chloridfreien, blauen Volldünger pro Quadratmeter. Ganz fürsorgliche Rosenliebhaber legen im Juni eine zweite Düngeschicht ein.

Wenn Sie nun auch noch den Sommer über welke Blüten mit der Rosenschere abschneiden, um neuen Knospen Platz zu machen, haben Sie Ihre Rosenpflege bereits erfüllt.
Für eine Königin ist der Pflegeaufwand also erstaunlich gering.

4. ROSENSCHNITT

Die wichtigste Arbeit, um Ihre Rosen lange und gesund in Form zu halten. Dabei hat jede Rosenart ihre eigene Schnittvariante.

Der Rosenschnitt ist eine kleine Wissenschaft für sich und entzweit auch die Experten.
Die sicherste Faustregel ist daher: weniger ist mehr. Lieber vorsichtig zu Werke gehen als wild stutzen, was im Sommer schön hätte blühen können. Beetrosen schneiden Sie mit einer Rosenschere im März/April. Dabei zunächst alle alten und braunen Triebe unten am Boden entfernen. Das schafft Luft und Licht. Junge Vorjahrestriebe nur schneiden, wenn sie auffällig dünn sind. Schneiden Sie immer schräg über einem Auge und zwar so, dass vier Augen stehen bleiben. Stehen die Zweige zu dicht (Augenmaß!), müssen Sie auch hier für etwas Luft sorgen.

Strauchrosen und Kletterrosen werden nur alle vier Jahre ausgelichtet und alte Triebe über dem Boden abgeschnitten. Noch ein Ratschlag:Wenn Sie Ihre Rosen den ganzen Sommer über von allem Verwelkten befreien, sorgen Sie für immer neue Blütenpracht.

TIPP 2: SCHÄDLINGE UND KRANKHEITEN

Mehltaubefall

  • Der Pilz zeigt sich als weißgrauer Belag auf Blättern und Knospen.
  • Vielfach in feuchten Sommern, bei Nächten mit hoher Luftfeuchtigkeit und/oder wenn die Rosen zu dicht stehen.
  • Befallene Bereiche müssen Sie abschneiden.
  • Vorsorglich helfen Schwefelpräparate.

Sternrußtau

  • Ebenfalls ein Pilz; zeigt sich im Sommer als schwarze Flecken auf den Blättern.
  • Blätter sofort entfernen.
  • Mit speziellem Rosen-Fungizid längere Zeit behandeln (ca. 1 x alle 2 Wochen).

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