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Die richtige Aussenbeleuchtung - Ratgeber, Tipps und mehr

Eine mit Fantasie und Fingerspitzengefühl installierte Außenbeleuchtung rückt Ihren Garten abends ins beste Licht.

Eine mit Fantasie und Fingerspitzengefühl installierte Außenbeleuchtung rückt Ihren Garten abends ins beste Licht. Doch neben der beeindruckenden Lichtinszenierung erfüllt die richtige Beleuchtung auch diverse Sicherheitsaspekte: als Orientierungshilfe, zur freien Sicht auf gefährliche Stolperfallen und zur Abschreckung von Einbrechern.

1. FEUER, SONNE ODER STROM?

In physikalischer Hinsicht haben Sie drei Möglichkeiten, Licht ins Dunkel Ihres Gartens zu bringen. Durch das Entzünden von Feuer (Kerzen, Fackeln, Lampenöl etc.), moderne Solartechnologie oder konventionell durch Strom betriebene Lampen, Leuchten und Strahler.
Abgesehen von der Brandgefahr beim Einsatz brennender Lichtquellen eignet sich nicht jede Lichtquelle für jede Beleuchtungsidee.

KERZEN UND LAMPENÖL

Romantische Behaglichkeit beim gemütlichen Beisammensitzen: Lampignons und Windlichter sind vor allem im Bereich Terrasse oder Pavillon die günstigste und zugleich stimmungsvollste Lösung. Niemand wird geblendet, das warme Licht erhellt einen begrenzten Kreis auf sanfte und verträumte Weise. Dafür bleibt der Wirkungskreis jedoch begrenzt.

SOLARLEUCHTEN

Die umweltfreundliche Empfehlung speziell zur Ausleuchtung von Gartenwegen, Gartentreppen und Zugängen zum Gartenteich oder Gartenhaus: Solarleuchten als Standleuchten oder zur Positionierung auf dem Boden brauchen nur ein wenig Sonneneinstrahlung am Tag, um abends bestimmte Gartenbereiche dezent auszuleuchten. Sie sind „mobil“ und lassen sie sich jederzeit schnell und unkompliziert neu positionieren. Achten Sie jedoch darauf, dass die Solarzellen nicht der Sonne abgewandt sind, natürlich möglichst schattenfrei stehen und rundherum frei geschnitten bleiben. Zum Anstrahlen größerer Objekte sind Solarleuchten eher nicht geeignet.

TIPP 1: SCHUTZ VOR FEUCHTIGKEIT!

  • Mittlerweile sind Solarleuchten in unzähligen Varianten und Leistungsstärken verfügbar, selbst als im (Terrassen-) Boden versenkbare Version.
  • Trendy und dekorativ sind Steinleuchten zur Platzierung auf dem Boden.
  • Für aufgeladene Akkus am Abend dürfen die Leuchten tagsüber nicht im Schatten stehen.
  • Achten Sie auf austauschbare Akkus. Die Solarzellen halten bis zu 20 Jahre, die Akkus meist nur wenige Jahre.
  • Speziell für Haustür und Kellereingang sind Solarleuchten geeignet, die bei Näherung automatisch in einen extra hellen LED-Modus wechseln.

Achtung: Im Winter müssen Sie mangels Sonneneinstrahlung mit eingeschränkter oder phasenweise fehlender Beleuchtung rechnen. Eventuell an kritischen Stellen Lichtalternativen einplanen.

STROM

Strahler, Lampen und Leuchten mit Stromanschluss gibt es in grenzenloser Designvielfalt für alle Bereiche und Beleuchtungsideen Ihrer gesamten Außenanlage. Wand- und Stehleuchten, Spot werfende Strahler, im Terrassenboden versenkte Strahler und vieles mehr eröffnen Ihnen unzählige Optionen. Mit integriertem Bewegungsmelder dienen Sie zugleich als Abschreckung bei Einbruchsversuchen. Hier haben Sie also die mit Abstand größten Gestaltungsmöglichkeiten. Dafür fällt allerdings auch die meiste Arbeit an – bis hin zur Verlegung von Leerrohren und Stromleitungen sowie der Montage von Außensteckdosen. Notfalls müssen Sie einen Fachbetrieb beauftragen.

2. BELEUCHTUNGSTIPPS

Wie bei allen gestalterischen Arbeiten gilt auch für das Spiel mit dem Licht: Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, sollten Sie einige wesentliche Regeln beachten. Und sich vor allem vorher genau überlegen, welche Effekte Sie in Ihrem Garten erzielen möchten.

ALLGEMEIN:

  • Das Design der Leuchten sollte zu Ihrem Garten passen. Sie sind am Tage fester Bestandteil der Gartendekoration und ergeben zusammen mit der Gartenstruktur, den Gartenmöbeln und anderen Bestandteilen das Gesamtbild.
  • Verwenden Sie möglichst warmes, neutral weißes Licht. Farbige Glühbirnen überzeichnen und verfremden die ohnehin schon kontrastreiche Vielfalt der Gartenstruktur und Vegetation.
  • Gestaffelt positionierte Lichtquellen in die Tiefe des Gartens hinein vermitteln eine schöne räumliche Wirkung.
  • Blenden ist tabu: Strahler werden stets in Blickrichtung – also zum Beispiel von der Terrasse bzw. dem Haus weg zum Garten hin positioniert, damit sie nicht blenden. Auch die indirekte Beleuchtung durch Anstrahlen der Wand schützt davor, unangenehm geblendet zu werden. Dimmer im Terrassenbereich optimieren diese Steuerungsmöglichkeiten.

Gartenwege, Bordsteine und andere Stolperfallen werden stets leicht von oben angeleuchtet, zum Beispiel mithilfe von Pollerleuchten. Wobei „von oben“ auch nur 20 cm sein können. Stufen und Treppen im Garten am besten von der Seite her beleuchten. So fallen keine Schatten auf die Trittflächen.
Bei neuen Gartenanlagen: Legen Sie gleich ausreichend Leerrohre in frostsicherer Tiefe von 60-80 cm, um sich später das aufwendige Gräben ziehen ersparen zu können. So haben Sie später im gesamten Garten Strom zur Verfügung – zur Beleuchtung und andere Verwendungszwecke.

LICHTINSZENIERUNGEN:

  • Das Spiel mit Licht und Schatten sowie der Wechsel von deutlich erkennbaren und angedeuteten Konturen Ihrer Gartenpflanzen und Dekorationen setzten beeindruckende Akzente. Licht fügt dem abendlichen Aufenthalt im Garten eine faszinierende Dimension hinzu.
  • Licht von der Seite, Licht von unten, Licht von oben: Mit unterschiedlichen Positionierungen Ihrer Lichtquelle können Sie jedes Objekt ganz unterschiedlich wirken lassen. Das gleiche gilt für eine spotartige oder breit gefächerte Lichtsetzung.
  • Es empfiehlt sich daher immer, zuerst alle potentiellen Möglichkeiten zu testen und sich dann vor der endgültigen Montage für die attraktivste Variante zu entscheiden.
  • Die indirekte Beleuchtung mit breit gestreutem Lichtwurf größerer Gartenbereiche unterstreicht die ästhetische Schönheit der jeweiligen Vegetation. Der Einsatz verschiedener Weißtöne wie Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß schafft zusätzlich eine faszinierend abwechslungsreiche Szenerie.

Mit einem Strahler lassen sich markante Spots auf einzelne Objekte werfen und diese auffällig vor dem dunklen Hintergrund hervorheben. Stein- oder Buchsbaumfiguren, Springbrunnen, einzelne Gefäße, große Steine sowie einzelne Sträucher oder Bäume werden auf diese Weise zu besonders dekorativen nächtlichen Blickfängen. Eine in Pflanzkübeln platzierte Erdspießleuchte betont eine einzelne, besonders formschöne oder auch exotische Pflanze. Zudem kann diese Variante gleichzeitig zur charmanten Ausleuchtung zum Beispiel einer bestimmten Terrassen- oder Balkonecke dienen.

Im Terrassenboden versenkte Strahler sind, sofern gleich beim Plattieren der Terrasse mit eingeplant, ein ganz besonderer Clou. Sanftes Licht von unten verwandelt Ihre Sitzecke in ein außergewöhnliches Garten-Highlight.

3. ARBEITEN MIT STROM

Bei allen Arbeiten mit Strom gilt: Ohne Erfahrung sollten Sie sich immer an einen Fachbetrieb wenden.

  • Achten Sie neben den TÜV – und GS-Zeichen bei den Leuchten im Außenbereich unbedingt auch auf die DIN-Norm IP. Sie besteht immer aus zwei Zahlen, also z.B. IP 44.
  • Die erste Zahl bezeichnet den Schutz vor eindringenden Fremdkörpern, der von IP 0 (gar kein Schutz) bis IP 6 (Staubschutz) reicht. Die zweite Zahl kennzeichnet den Wasserschutz von IP 0-8. IP 44 bezeichnet demnach einen Fremdkörperschutz ab 1 mm Größe und einen Spritzwasserschutz, z.B. vor Regen.
  • Gartenlampen im Bereich einer Beregnungsanlage erfordern einen höheren Wasserschutz, z.B. IP 45 (5 bedeutet Strahlwasserschutz).
  • Müssen Sie Stromkabel im Garten verlegen, sollten Sie stets zunächst Leerrohre aus PVC auslegen und die Stromleitungen dort durchführen. Eine frostsichere Verlegung erfolgt in einer Tiefe von 60 – 80 cm. Verwenden Sie in jedem Fall dreifasige, spezielle Erdkabel.
  • Auf dem Mauerwerk, z.B. im Terrassenbereich verlegte Leitungen müssen sog. NY/F Stegleitungen sein. Für Außenputz-Steckdosen gilt die gleiche IP-Klassifizierung wie bei den Leuchten. Verwenden Sie IP 44 Steckdosen mit verschließbarem Deckel.

TIPP 2: LICHT AM UND IM GARTENTEICH

Ein angestrahlter Gartenteich setzt in jedem Garten außergewöhnliche optische Akzente

  • Strahler um den Teich herum platziert spiegeln sich im Wasser, betonen Wasserfall, Springbrunnen und/oder Uferbepflanzung.
  • Der größte Effekt wird mit Unterwasser-Leuchten erzielt.
  • Hier müssen Speziallampen der DIN-Norm IP X8 verwendet werden.
  • Erforderlich ist auch die Montage eines Sicherheitstransformators außerhalb des Wassers – er reduziert 230 V Netzspannung auf max. 24 V (Schutzkleinspannung).
  • Alle Installationsarbeiten in der Kombination Wasser-Strom sollten zudem immer von einem Fachbetrieb ausgeführt werden

4. SICHERHEIT IM GESAMTEN AUSSENBEREICH

Gartenwege, Bordsteinkanten, Terrassenübergänge, Stufen und Treppen sind im Dunkeln gefährliche Stolperfallen.
Zur sicheren Orientierung in Ihrem Garten sollten Sie darauf achten, dass diese Stellen gut ausgeleuchtet sind. Die Lampen dürfen Sie dabei nicht blenden. Eine seitliche, halbhohe Platzierung (ca. 30- 50 cm) der Beleuchtung mit nach unten gerichtetem Lichtstrahl ist hierbei die effektivste Form.

Licht gehört immer auch an Kellereingänge, das Gartenhaus, den Garageneingang und natürlich die Haustür.
Hier empfiehlt sich schon aus Kostengründen die Verwendung von Lampen mit integriertem Bewegungsmelder. Sonst müssten sie permanent eingeschaltet sein. Das verschlingt unnötig Strom und zerstört zudem die wohlüberlegte Lichtinszenierung im Garten.

Generell macht es aus sicherheitstechnischen Überlegungen heraus Sinn, einen Teil der Außenbeleuchtung mit integrierten Bewegungsmeldern auszustatten. Auch ohne angeschlossene Alarmanlage: Oft genügt es schon, wenn plötzlich der gesamte Garten in hellem Licht erstrahlt, um Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Der meist mit Infrarotsensoren erfasste Bereich eines Bewegungsmelders beträgt zwischen 8 und 16 Meter im Radius von 180° bis 360°. Manche sind nach Uhrzeit einstellbar und lassen sich mit weiteren Leuchten koppeln, die sich dann gleichzeitig einschalten.

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