Einfahrt pflastern

Mehr noch als bei anderen Pflasterarbeiten kommt es bei Einfahrten auf die Stabilität des Untergrunds und die Belastbarkeit der Pflastersteine selbst an.

Mehr noch als bei anderen Pflasterarbeiten kommt es bei Einfahrten auf die Stabilität des Untergrunds und die Belastbarkeit der Pflastersteine selbst an. Deshalb sollten Sie vor allem auf die fachkundige Unterbaukonstruktion und den Einsatz professioneller Werkzeuge und Maschinen Wert legen.

1. VORARBEITEN

WERKZEUG UND MATERIAL

Abhängig von der zu bewegenden Menge Erdreich

  • Minibagger
  • Rüttelplatte (Hörschutz!)
  • Schaufel
  • Spaten
  • Schubkarre
  • Hacke
  • Holzabzieher
  • Wasserwaage/Schlauchwaage
  • Zollstock
  • Maßband
  • Maurerschnur
  • Metallstäbe
  • Kreide
  • T-Verlegeschienen
  • Handstampfer
  • Abziehbrett
  • Kies
  • Schotter
  • Splitt
  • ggf. Estrichbeton
  • Verlegesand

Es liegt nahe, dass eine gepflasterte (Garagen-)Einfahrt mehr Belastungen ausgesetzt ist als beispielsweise ein Gartenweg. Die Konstruktion aus Unterbau und Pflasterstein muss

  • das Gewicht stehender und fahrender PKW sicher tragen
  • auch bei Lenkbewegungen „in Form bleiben“
  • Unterspülung verhindern
  • frostsicher sein
  • und im Härtefall auch LKW-Anlieferungen standhalten

.Deshalb: Machen Sie’s gleich von Anfang an wie die Profis. Dann werden Sie zwar ein Mal kräftig in die Hände spucken müssen, haben dann aber für viele Jahre Ruhe.

DER RICHTIGE PFLASTERSTEIN

Auch wenn die Auswahl auf den ersten Blick sehr groß ist: Für befahrbare Einfahrten sind längst nicht alle Stein- und Plattenarten empfehlenswert.
Die immer richtige Wahl ist Verbundsteinpflaster aus gepresstem Beton. Meistens grau, aber auch gefärbt erhältlich, ist es extrem widerstandsfähig, hält hohe Belastungen aus, ist witterungsbeständig und pflegeleicht.
Dank vieler verschiedener Formen – Rechteck, Wabenform, Doppel-T, Kreis – und diverser Verlegemuster lassen sich abwechslungsreiche Einfahrt-Designs realisieren. Nicht minder robust, aber mit mehr Arbeit verbunden sind Naturstein Einfahrten aus hartem Gneis-, Basalt- oder vor allem Granit-Quadern. Diese Variante ist jedoch deutlich teurer und jeder Stein muss einzeln mit dem Gummihammer gesetzt werden.
Nur für kurze, wenig belastete Einfahrten empfehlenswert sind Alternativen wie zum Beispiel Waschbetonplatten.

DER STABILE UNTERBAU

Das A und O einer langfristig belastbaren Einfahrt ist die richtige Aufbereitung des Untergrunds. Fehler werden hier leider nicht verziehen, sondern zeigen sich sehr schnell durch abgesackte Pflasterflächen, verschobene Pflastersteine oder andere Schäden.
In der Regel besteht der tragfähige Untergrund aus einer frostsicheren Lage Kies, worauf Schotter und Verlegesand bzw. Feinsplitt (Körnung 0 – 4 mm) aufgebaut werden.
Eine Unterkonstruktion aus Estrichbeton ist zumeist nicht notwendig, außer bei extrem stark belasteten Einfahrten oder bei einem sehr steilen Gefälle wie bei der Zufahrt zu einer Tiefgarage.

SCHRITT 1:

Berechnen Sie zunächst die benötigte Menge an Unterbau-Materialien. Hierzu dienen Ihnen von der finalen Oberkante des Pflasters folgende Anhaltspunkte:

25 cm frostsicherer Kiesunterbau
25 cm Trageschicht aus Schotter
5 cm Bettung aus Splitt oder
Verlegesand 8 – 10 cm Pflaster (normale Stärke von Verbundbetonsteinpflaster)
Macht zusammen ca. 55 cm Unterbau und 63 cm – 65 cm Aushub von der fertigen Höhe aus berechnet. Achten Sie daher auch auf unterirdisch verlegte Rohre und Leitungen.
Für die exakt benötigte Menge müssen Sie

  1. etwa 2 – 3 cm mehr Kies und Schotter einplanen, da durch die Verdichtung mit der Rüttelplatte das Material auf die benötigte Schichthöhe zusammengepresst wird.
  2. die exakte Länge und Breite Ihrer Einfahrt messen (ggf. maßstabgerechte Skizze anfertigen)
  3. die Materialmenge ausrechnen (z.B. Kies 0,23 Meter Höhe x Einfahrtbreite in Metern x Einfahrtlänge in Metern = Kubikmeter)

SCHRITT 2:

Stecken Sie den Verlauf der Einfahrt mit Metallstäben und Maurerschnur präzise ab. Bedenken Sie dabei, dass erstens die Einfahrtbreite der Ihres PKW plus Platz zum Ein- und Aussteigen entsprechen muss und zweitens noch links und rechts Randsteine hinzukommen.

Wählen Sie zudem möglichst ein Innenmaß zwischen den Randsteinen, in das die Pflastersteine abhängig vom Verlegemuster ohne umfangreiche Schneidearbeiten hineinpassen.

Die Schnur sollte von vornherein in einer exakten Höhe z.B. von 10 cm oberhalb des fertigen Pflasters gespannt werden. Das erleichtert Ihnen das präzise Nachmessen der Aushubtiefe und der Einbauhöhen von Kies, Schotter und Verlegesand.
Bei ebenen Einfahrten müssen Sie ein Gefälle von 1 – 2 % (= 1 – 2 cm pro Meter) einplanen. Dies sollte stets von den Gebäuden wie Haus oder Garage weg verlaufen – entweder quer zum Einfahrtsverlauf oder auch von der Garage zur Grundstücksbegrenzung bzw. zur Straße und zum Gehweg hin.

SCHRITT 3:

Nun beginnt der Aushub des Erdreichs. Bei größeren Erdarbeiten ist es hilfreich, sich in Ihrem Baumarkt einen Minibagger auszuleihen. Ansonsten sind nun Hacke, Spaten, Schaufel und Schubkarre gefordert.

SCHRITT 4:

Nach dem Aushub wird der Kies in einer Stärke von 27 cm – 28 cm eingefüllt, mit Schaufel oder Holzabzieher möglichst plan verteilt und mehrfach gründlich mit der Rüttelplatte verdichtet.

SCHRITT 5:

Nach dem Setzen der Bordsteine verfahren Sie mit der Schotterschicht wie mit dem Kiesbett in einer Stärke von etwa 27cm: einfüllen, plan ziehen und mit der Rüttelplatte verdichten.
Bleiben Sie dabei einige Zentimeter vom Bordstein weg (Berührungen können Absplitterungen und Risse hervorrufen) und verdichten Sie den Schotter am Rand mit dem Handstampfer.
Bei einem Bett aus 20 cm Estrichbeton entfallen die Schotterarbeiten. Dieses muss jedoch mehrere Tage aushärten, bevor Sie weiterarbeiten können.

SCHRITT 6:

Auf die verdichtete Schotterschicht wird nun eine dünne Schicht (ca. 5 cm) Feinsplitt mit einer Körnung von 0 bis 4 mm oder Verlegesand verteilt.
Anschließend kommen die T-förmigen Verlegeschienen zum Einsatz. Die Oberkante der Schienen markiert das finale Bett, auf dem die Pflastersteine verlegt werden.
Messen Sie daher (abhängig von der Pflasterstärke) von der 10 cm höher gespannten Maurerschnur 17 bzw. 19 cm herunter. Der fehlende Zentimeter ist notwenig, weil sich das 8 oder 10 cm hohe Pflaster später beim Rütteln mit der Rüttelplatte noch 1 Zentimeter absenkt.
Legen Sie die Schienen dementsprechend in die noch lose Bettung. Gegebenenfalls müssen Sie die Schienen mit einem Gummihammer leicht auf Höhe einschlagen. Wichtig ist, dass sie stabil liegen und nicht wackeln oder kippeln.
Bei einer Einfahrtbreite von ca. 2 – 3 m genügt es, je eine Schiene am rechten und linken Rand ca. 15 – 20 cm vom Bordstein weg zu verlegen. Bei breiten Einfahrten oder Garagenvorplätzen müssen Sie auch dazwischen Abziehschienen verlegen.
Damit diese sich in gleicher Höhe mit den seitlich verlegten Schienen befinden bzw. parallel zum Gefälle verlaufen, spannen Sie quer zur Einfahrt weitere Maurerschnüre, die mit den längs gespannten Schnüren jeweils bündig abschließen. Daran heruntergemessen verlegen Sie die zusätzlichen Schienen im Abstand von ca. 2 – 3 Metern.

TIPP 1: BORDSTEINE SETZEN

Außer wenn die Einfahrt an feste Begrenzungen wie die Wände des eigenen und des Nachbarhauses stößt, müssen Sie sie mit Bordsteinen einfassen. Diese geben dem Pflaster festen Halt und verhindern, dass es sich verschiebt oder gar zum Rand hin wegbricht. Gängig bei geringeren Belastungen sind sogenannte Rasenbordsteine (max. 10 cm breit, 30 cm hoch, ca. 30 kg schwer). Massive Hochbordsteine (bis 18 cm Breite, 30 cm Höhe, 50 kg und mehr Gewicht) halten auch starke Belastungen aus.

Bordsteine werden in der Regel vor den eigentlichen Pflasterarbeiten gesetzt, idealerweise nach dem Aufbau der Kiesschicht.
Spannen Sie zunächst die Maurerschnur in Längsrichtung der Einfahrt exakt in Höhe der Bordstein-Oberkante (ca. 1 cm – 3 cm oberhalb der Pflasteroberfläche) sowie präzise am zuvor ausgemessenen Einfahrtrand.
Dann wird entlang der Bordsteinführung ein 20 cm hohes und ebenso breites Fundament aus Estrichbeton angelegt und mit der Maurerkelle grob plan gezogen.
In den feuchten Beton stellen Sie den Bordstein hinein. Er wird an der AUSSENSEITE der Schnur angesetzt, weil sonst das zuvor geplante Innenmaß Ihrer Einfahrt nicht mehr stimmt.
Mithilfe von Wasserwaage und Gummihammer wird der Bordstein anschließend senkrecht und exakt bis an die Schnurhöhe heran fixiert. So verfahren Sie, bis Sie 4 – 5 Bordsteine gesetzt haben. Dann erhalten die Bordsteine an der Innen- und Außenseite eine sogenannte Rückenstütze.

Hierzu verteilen Sie mit der Schaufel entlang beider Seiten etwas Betonestrich – außen mehr als innen, weil dort erstens der größere Druck entsteht und zweitens eine zu hohe Stütze innen den weiteren Untergrundaufbau behindert. Dieser wird mit der Maurerkelle am Fuß des Bordsteins hochgezogen und mit festem Druck glatt gestrichen.
Achten Sie darauf, dass die Rückenstütze auf der Innenseite nur wenige Zentimeter hoch ist, außen dagegen bis etwa 2/3 Bordsteinhöhe reicht, unten mindestens 20 cm breit ist und sich nach oben hin verjüngt.
Nach dem Setzen der Bordsteine muss der Estrichbeton zunächst 2 – 3 Tage aushärten, bevor Sie weiterarbeiten können.

SCHRITT 7:

Splitt bzw. Sand wird nun mit einem Abziehbrett plan gezogen. Hierzu können Sie sich eine gerade Aluminiumlatte oder auch ein stabiles und gerades Holzbrett auf die Breite der Einfahrt zurechtsägen. Das Brett muss mit etwas Spiel zwischen die Bordsteine pasen. Es wird auf die beiden Schienen aufgelegt und der dazwischen verteilte Splitt bzw. Verlegesand planabgezogen.

SCHRITT 8:

Nun verdichten Sie das Sand- bzw. Splittbett zwischen den Schienen mit der Rüttelplatte (Achtung: halten Sie etwas Abstand zu den Schienen, um diese nicht zu berühren!). Die Fläche zwischen Schiene und Bordstein wird mit dem Handstampfer verdichtet, ohne die Schienen zu berühren. Anschließend füllen Sie den durch das Verdichten heruntergedrückten Zwischenraum wieder mit Sand oder Splitt und ziehen diesen erneut mit dem Abziehbrett plan.
Nun müssen Sie die Verlegeschienen noch aus dem Bett holen, die zurückbleibenden Rillen auffüllen und den Sand oder Splitt mit einem Abziehbrett mit dem restlichen Verlegebett zu einer ebenen Fläche abziehen.
Auf diese Schicht wird im nächsten Arbeitsgang das Pflaster verlegt.
Übrigens: Auf einem betonierten Untergrund werden Verlegesand oder Feinsplitt in 5 – 7 cm Stärke mithilfe von Verlegeschienen und Abziehbrett nur lose aufgetragen und nicht mehr mit einer Rüttelplatte verdichtet!

2. PFLASTERARBEITEN

VERLEGEMUSTER

WERKZEUG UND MATERIAL

  • Steinknacker
  • Hammer
  • Breitmeißel
  • ggf. Nassschneider
  • Rüttelplatte zzgl. Gummimatte (Hörschutz!)
  • Wasserwaage
  • Besen
  • Gartenschlauch
  • Gummihammer
  • Pflasterhammer aus Hartkunststoff
  • Arbeitshandschuhe
  • Pflastersteine
  • Schlämmsand
  • Wasser
  • Randsteine
  • Estrichbeton

Das Verlegemuster von Betonverbundpflastersteinen in Doppel-T-Form (wie Hundeknochen) und Wabenform ist quasi durch die Steinform vorgegeben. Dabei wird Doppel-T-Pflaster immer quer zur Fahrtrichtung verlegt!
Doch auch bei der Vielzahl reizvoller Verlegemuster von rechteckigen Steinformen ist Ihre Wahl nicht nur Geschmackssache. Das Verlegemuster steht in einem engen Zusammenhang mit den Belastungen, die eine Einfahrt aushalten muss.
Bei einer einfachen „In-Reihe-Verlegung“ in Längs- oder Querrichtung besteht die Gefahr, dass sich die Pflastersteine durch den Druck, den Fahrzeuge ausüben, trotz der Bordsteine gegeneinander verschieben.
Je mehr Verzahnungen die Steine durch das Verlegemuster erhalten, desto stabiler ist die Gesamtkonstruktion. Leider jedoch zu dem Preis, dass gerade diese Muster für Ungeübte nicht immer einfach zu verlegen sind.

Hierzu zählen beispielsweise Streifengitterverband und Polygonalverband.

Einfacher zu verlegen und dennoch stabil sind Blockverband und Diagonalverband (Pflasterverlauf schräg zur Fahrtrichtung).

Der Diagonalverband erfordert jedoch einige Erfahrung hinsichtlich des Anlegens der ersten Pflasterreihen. Zudem muss bei dieser Verlegung mit einem hohen Aufwand an Knack- und Schneidearbeiten gerechnet werden.

SCHRITT 1:

Bevor Sie loslegen: Achten Sie darauf, dass Sie immer von einem festen Untergrund aus arbeiten und sich stets auf dem bereits verlegten Pflaster nach vorne bewegen können. Das Verlegebett darf während der gesamten Arbeit nicht betreten werden. Wozu hätten Sie sich sonst die Mühe bei der zentimetergenauen und sorgfältigen Vorbereitung gemacht? Deshalb muss auch das auf Paletten angelieferte Pflaster entsprechend platziert werden, damit Sie stets über die verlegte Pflasterfläche hinweg für Nachschub sorgen können.

Beginnen Sie Ihre Verlegearbeiten an einer geraden, möglichst rechtwinkligen Kante. Ist kein natürlicher rechter Winkel vorhanden, müssen Sie in der Regel entlang eines geliehenen oder selbst gebauten rechtwinkligen Dreiecks beginnen und die bis zur Kante reichende Lücke mit passend geknackten oder geschnittenen Steinen auffüllen.

SCHRITT 2:

Ganz unabhängig vom Verlegemuster sollten Sie zunächst etwa 10 – 15 Reihen Pflaster auf Stoß legen. Lassen Sie eventuelle Lücken am Rand noch offen. Das Knacken holen Sie später in einem separaten Arbeitsgang nach. Ausnahme: Die Lücken am Anlegebeginn sollten gleich geschlossen werden, damit sich das Pflaster dort nicht verschieben kann.

SCHRITT 3:

Nachdem die ersten Reihen verlegt sind, kontrollieren Sie mit dem rechtwinkligen Dreieck die zuletzt verlegte Reihe.

Ist die gesamte Reihe etwas „aus dem Ruder gelaufen“, gibt es einen einfachen Trick: Legen Sie ein langes Brett als Puffer an die letzte Reihe an und schlagen Sie mit dem Hammer die Steine so weit zurück, bis der rechte Winkel wieder hergestellt ist.

Halten Sie dann in der Längsachse eine Schnur an eine zentrale Fuge an und kontrollieren Sie damit auch die gleichmäßige Lage des Pflasters in Fahrtrichtung. Notfalls müssen Sie die Steine mit einem Meißel, einer Maurerkelle o.Ä. an der Schnur entlang vorsichtig „nachjustieren“. Dann fahren Sie mit dem Verlegen auf Stoß fort.

SCHRITT 4:

Um zu vermeiden, dass die noch lose auf der Bettung ausliegenden Steine sich verschieben, können Sie zwischenzeitlich etwas TROCKENEN Schlämmsand auf der Pflasterfläche verteilen und mit einem Besen lose einkehren. Dadurch füllen sich die Fugen zu ¼ und die Steine behalten ihr Muster exakt bei.

SCHRITT 5:

Ist die gesamte Einfahrt gepflastert und im Fugenverlauf ausgerichtet, geht es nun an das passgenaue Knacken der randseitigen Steine.
Dazu sollten Sie sich im Baumarkt einen Steinknacker ausleihen. Dessen extrem harte „Klinge“ trennt durch kräftiges Herunterdrücken des Hebelarms Pflastersteine bis 12 cm Stärke glatt und sauber entlang der gewünschten Schnittkante durch.
Halten Sie den Pflasterstein dazu auf Stoß an die Lücke an und kennzeichnen Sie die Schnittkante, indem Sie sie mit der Kante eines Meißels oder einem Bleistift markieren. Messen Sie so, dass anschließend noch eine kleine Fuge zwischen Pflasterstein und Bordstein bleibt.
Dann legen Sie den Pflasterstein vorsichtig ein, drücken den Hebel einmal kräftig nach unten und brechen den Stein mit einer sauberen Kante an der Schnittstelle. Fahren Sie so fort, bis die gesamte Pflasterfläche lückenlos gefüllt ist.

SCHRITT 6:

Mit Augenmaß sollten Sie nun nachschauen, ob die Fläche weitgehend eben verlegt wurde. Das finale Einebnen erfolgt später mit der Rüttelplatte. Doch einzelne, auffällig herausstehende Steine können Sie nun mit dem Gummihammer anpassen. Liegt ein Stein zu tief, nehmen Sie ihn wieder heraus, füllen etwas Verlegesand auf und verlegen ihn erneut.
Anschließend wird die gesamte Fläche mit trockenem Schlämmsand dünn bedeckt und dieser mit dem Besen in die Fugen eingekehrt. Danach die Fläche gründlich abkehren.

SCHRITT 7:

Der vorletzte Arbeitsschritt: Mit der von einer Gummimatte umhüllten Rüttelplatte wird das Pflaster schonend abgerüttelt und auf diese Weise ca. 1 cm abgesenkt. Fahren Sie gleichmäßig und ruhig über das Pflaster und bleiben Sie möglichst immer ein paar Zentimeter von den Bordsteinen fern.

SCHRITT 8:

Ist das Pflaster gerüttelt und bildet eine ebene Fläche, können Sie die Fläche erneut mit Schlämmsand bedecken. Diesmal wird jedoch nass eingeschlämmt. Hierzu den Sand unter dem – nicht zu harten – Wasserstrahl Ihres Gartenschlauchs dünnflüssig werden lassen und ihn so mit einem Besen fugenfüllend einkehren. Den restlichen Sand trocknen lassen und dann abkehren.
Sie können Ihre neue Einfahrt „Probe fahren“.

TIPP 2: PFLASTERTIPPS DER PROFIS

Zusätzliche Stabilität
Verlegen Sie Ihr Pflaster in Verlegesand und haben etwas Sorge wegen der Belastungen? Mischen Sie den Sand im Verhältnis 1:5 mit Zement, bevor Sie ihn auf dem Schotter verteilen und verdichten. Der Zement härtet durch die Sandfeuchtigkeit etwas aus, das gibt dem Pflaster eine zusätzliche Stabilität. Die oberste Sandschicht müssen Sie jedoch immer ohne Zement mit dem Abziehbrett präparieren.
Dellen oder Beulen auch nach dem Rütteln?
Mehr noch als kleinere Beulen müssen Sie Dellen unbedingt ausbessern. Sonst bilden sich hier bei Regen Wasserpfützen. Beulen lassen sich notfalls auch nachträglich mit dem Pflasterhammer auf Höhe schlagen. Sonst hilft alles nichts: Steine mit zwei Meißeln herausholen und entweder etwas Sand entfernen oder hinzufügen und wieder einsetzen.

Knacker oder Steinschneider?
Für normales, handelsübliches Betonverbundsteinpflaster ist ein Steinknacker die bessere, weil leisere und sauberere Lösung (kein Staub, kein „Schneideschlamm“).
Dickeres Pflaster, Platten und auch Natursteinquader aus z.B. Granit sollten Sie jedoch mit einem Nassschneider mit Diamantsägeblatt passend schneiden. Das ist zwar laut und macht eine Menge Schmutz, aber genauer und bruchsicherer geht es nicht.
Nur: Platzieren Sie die Maschine dort, wo der mit Wasser vermengte Staub beim Heruntertropfen keinen Schaden anrichten kann. Am besten unterlegen Sie den Nassschneider großzügig mit dicker und stabiler Folie. Hörschutz nicht vergessen!
Bordsteine passend kürzen
Bordsteine können Sie entweder mit dem Nassschneider zuschneiden oder mit Hammer und Breitmeißel kürzen. Messen Sie die benötigte Länge mit dem Zollstock und ritzen Sie dort mit der Meißelspitze eine Markierung ein. Beim Arbeiten mit Hammer und Meißel: Setzen Sie den Meißel immer auf der oberen, schlanken Seite an. Dann dort mit 2–3 kräftigen Schlägen den Bordstein „anschlagen“ und das Gleiche auf der Unterseite vornehmen Anschließend mit einem festen Schlag den Stein an der Markierung kürzen.

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