Fassaden schüzen

Die wichtigste Aufgabe eines neuen Fassadenanstrichs ist die Werterhaltung des Hauses. Dass dabei zugleich das Gesicht des Hauses verschönert wird, ist ein gern gesehener Nebeneffekt.

Die wichtigste Aufgabe eines neuen Fassadenanstrichs ist die Werterhaltung des Hauses. Daß dabei zugleich das Gesicht des Hauses verschönert wird, ist ein gerngesehener Nebeneffekt.

Regen, Hitze und Frost wirken auf die Fassade ein. Putz und Anstrich sollen das Mauerwerk vor den Folgen, z.B. Durchfeuchtung oder Frostschäden, schützen. Kunstharz-Dispersionsfarben halten Schadstoffe ab, die die Fassade angreifen, und verhindern, daß Feuchtigkeit in das Mauerwerk gelangt. Sie sind aber wasserdampfdurchlässig, damit Feuchtigkeit nach außen abtrocknen kann. Je nach Objekt – z.B. Wohnhaus oder Garage – und Beanspruchung wählen Sie die Farbqualität:

  • Fassadenfarbe: Preiswerte, zuverlässige Standardfarbe mit guter Füllkraft für rauhe Putze.
  • Meisterklasse (MKL) Fassadenfarbe: Die bewährte, universelle Außenbeschichtung.
  • MKL Super-Fassadenfarbe: Die extrem wetterbeständige und durch das Bindemittel Siloxan widerstandsfähige Spitzenfarbe bleibt lange weiß und farbtonstabil.

Werkzeuge

  • Bohrmaschine
  • Maschinen-Quirlstab
  • Maschinen-Drahtbürste
  • Reinigungs- und Drahtbürste / Schwamm
  • Spachtel
  • Flachpinsel
  • Fassadenroller / Gitter
  • Teppich- / Cuttermesser
  • Hochdruckreiniger
  • Leiter oder Gerüst

Altanstrich testen

Kalkanstrich: Saugt die Wand Wasser auf und verändert sich dadurch auch noch der Farbton, deutet dies auf Kalkfarbe hin. Klarheit bringt Ihnen ein Säuretest: Tupfen Sie z. B. etwas Essig auf, bilden sich bei Kalkanstrichen kleine Bläschen.

Öl- oder Lackfarbe: Perlt Wasser vom Altanstrich ab, könnte es sich um Öl- bzw. Lack- oder um Dispersionsfarbe handeln. Machen Sie einen einfachen Schleiftest. Bei letzterer setzt sich das Schleifpapier sofort mit Farbpartikeln zu.

Dispersionsfarbe: Den Altanstrich behandeln Sie mit SE-1-Anlauger. Die Beschichtung der Fläche erfolgt dann mit MKL Super- Fassadenfarbe. Wichtig: Dem Grundanstrich setzen Sie zehn Prozent MKL Tiefgrund LF zu.

Untergrund untersuchen

Damit Sie lange Freude am neuen Fassadenanstrich haben, muß der Untergrund untersucht und ggf. gründlich präpariert werden.
Nachdem Sie die Art des Altanstrichs getestet haben, überprüfen Sie seine Tragfähigkeit undseine Haftung: Einfach mit Holzstück, Klebeband und ggf. einem Messer.

So können Sie untersuchen, ob eine Grundierung notwendig ist und welche Farbqualität Sie für Ihre Hausfassade auswählen sollten. Wie Sie Risse und Löcher im alten Putz gründlich beseitigen und was Sie vor dem Neuanstrich sonst noch wissen sollten, das erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Putz auf Tragfähigkeit prüfen: Mit einem weichen Holzstück testen Sie, ob der Putz den neuen Anstrich dauerhaft tragen kann. Bleiben Späne haften, ist er in Ordnung. Rieselt es dagegen sandig herunter, ist der Putz zu grundieren.

Anstrich auf Tragfähigkeit prüfen: 1. Bleiben Farbteile an einem Klebestreifen haften, ist der Altanstrich nicht ausreichend tragfähig. 2. Bei Gitterschnitten im Abstand von 2 mm dürfen nicht mehr als 20 Prozent der Felder herausbrechen.

Mischservice

In jedem unserer Baumärkte gibt es einen Mischservice.

Deshalb müssen Sie nicht lange selbst experimentieren, um den gewünschten Farbton zu treffen. Unser Fachverkäufer mischt Ihnen aus zweihundert speziellen Fassadenfarben die Farben und Farbkombinationen für Ihre Hausfassade.

Fassade vorbereiten

Ein neuer Fassadenanstrich soll – auch unter extremen Witterungseinflüssen - lange halten. Das kann er nur, wenn Sie seinen Untergrund gründlich vorbereitet haben.

Die wichtigsten Arbeitsschritte:

  • Fassade von losen Teilen befreien und Schmutz abwaschen.
  • Risse und auch größere Fehlstellen im Putz sollten Sie mit MKL Tiefgrund TB behandeln und mit MKL Fertigspachtel ausbessern.
  • Kreidende und verwitterte Altanstriche, angewitterte, bisher nicht gestrichene Putze sowie Kalkschlämme werden mechanisch durch Bürsten und Abwaschen entfernt bzw. gereinigt und dann – wie auch Beton und Asbestzement – mit MKL Tiefgrund TB (lösemittelhaltig) satt grundiert.
  • Fest am Untergrund haftende und intakte Altanstriche sollten gründlich gereinigt und mit MKL Tiefgrund LF grundiert werden.
  • Ob alt oder neu: feste, ungestrichene Putze grundieren Sie mit MKL Tiefgrund LF (lösemittelfrei).
  • Grundregel bei Renovierungen und Neuanstrichen: Ein Grund- und zwei Deckanstriche sorgen für dauerhaften
    Wetterschutz. BAHRFassadenfarben sind äußerst wetterbeständig, wasserabweisend und atmungsaktiv. Sie erfüllen alle Anforderungen, die an hochwertige Fassadenanstriche gestellt werden.

Vorbereitung: Besorgen Sie sich, bevor Sie mit den vorbereitenden Arbeiten für den neuen Fassadenanstrich beginnen, eine stabile Leiter – oder ein Gerüst – sowie Folie und Abklebeband, um die Umgebung vor Schäden zu schützen.

Fläche mechanisch reinigen: Losen Schmutz, kreidende oder abblätternde Farbe sowie Kalkschlämme entfernen Sie mit Bürste und Schwamm. Leichter geht es mit Maschinenkraft – z.B. mit einer Drahtoder Reinigungsbürste.

Oberfläche gründlich reinigen: Stark verschmutzte Flächen sollten mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden. Stark bemooste, von Algen und Grünbewuchs befallene Flächen extra mit Algenund Moosentferner schrubben.

Grundieren

Risse und Fehlstellen: Lose Teile kratzen Sie aus dem Putz heraus. Fehlstellen und Risse werden zuerst mit MKL Tiefgrund TB behandelt und anschließend mit MKL Fertigspachtel ausgebessert. So erzielen Sie eine hohe Haltbarkeit.

Putze: Frischen Putz unbedingt erst sechs Wochen trocknen lassen, ehe Sie mit der Arbeit beginnen. Er wird – wie alter ungestrichener Putz – mit MKL Tiefgrund LF satt tränkend grundiert. Benutzen Sie Flachpinsel oder Fassadenroller.

Fassadenfarbe anmischen

Fassadenfarben: Alle unsere Farben für Hauswände sind umweltfreundlich und wasserverdünnbar. Sie müssen als Grundanstrich mit 5 bis 10 Prozent Wasser verdünnt werden. Für die Deckanstriche mit nur wenig Wasser auf gute Streichbzw. Rollkonsistenz einstellen. Das Wasser gründlich unterrühren. Dabei hilft Ihnen ein Rührquirl, den Sie in Ihre Bohrmaschine einsetzen.

Abtönfarben: Mit weißer und bunter Farbe können Sie den gewünschten Farbton selbst anmischen. Hauswände sollten in der Regel Pastellfarben gestrichen werden. Dafür genügt meist eine geringere Menge Abtönfarbe. Legen Sie eine Musterfläche von einem m2 an – und lassen Sie die Farbe durchtrocknen. Nur so läßt sich die Wirkung Ihrer Farbmischung beurteilen.

Tip

Bauschäden beseitigen: Fassaden mit baudynamischen Rissen sind problematisch. Sie können durch Veränderungen im Untergrund des Gebäudes, durch ein schadhaftes Fundament, falsche statische Berechnungen oder durch unsachgemäßes Bauen verursacht worden sein. Fassadenrisse erfordern eine besondere Schadensdiagnose sowie Spezialwerkstoffe für Armierung und Rißüberbrückung. Lassen Sie sich bei einem solchen Schadensbild von einem Experten beraten.

Klinkerfassaden

Auch Klinkerwände werden, obwohl sie ziemlich beständig gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse sind, im Lauf der Jahre undicht.
Die Fugen reißen ab, die Ziegel werden porös – die Fassade wird undicht. Abhilfe können deckende Anstriche schaffen. Sie sind aber nicht erwünscht, da sie die Struktur der Wand und das Fassadenbild stark beeinträchtigen. Nehmen Sie besser eine farblose Fassadenversiegelung, nachdem Sie die schadhaften Fugen saniert haben.

Farben auftragen

Flachpinsel: Wie bei Wandanstrichen im Haus werden als erstes mit einem Pinsel Ecken und Winkel gestrichen, die Sie mit dem großen Farbroller nicht erreichen können.

Fassadenroller: BAHR hat spezielle Farbroller für große Flächen. Rollen Sie nach dem Eintauchen die Farbe auf dem Gitter ab, damit sie sich ganz gleichmäßig verteilt.

Gestaltungstip: Architektonische Details können Sie farblich absetzen. Haben Sie sich für eine getönte Fassade entschieden, lassen sich mit weiß schöne Akzente setzen. Setzen Sie Farben aber sparsam ein!

Tip

Teleskop-Verlängerung: Die Stange erweitert die Reichweite Ihres Farbrollers beträchtlich.

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