Gartenzäune aus Metall und Maschendraht

Im Prinzip erfüllen Metall- und Drahtzäune zwei Hauptaufgaben:

1. ZAUNARTEN

Im Prinzip erfüllen Metall- und Drahtzäune zwei Hauptaufgaben: Ihr Grundstück vor unerwünschtem Zutritt von Mensch und Tier zu schützen oder Ihre Kinder und Tiere vor gefährlichen Expeditionen in die viel befahrene Umgebung zu bewahren.
Sichtschutz, Windschutz, Lärmschutz – diese Funktionen kann Ihnen ein Zaun aus Gittermatten oder Maschendraht kaum bieten. Es sei denn, Sie verbinden Ihren Zaun zusätzlich mit einer Pflanzenhecke. Das sieht im Übrigen auch gleich viel natürlicher und lebendiger aus.
Wie auch bei den Holzzäunen können Sie fertig hergestellte Zaunelemente aus unterschiedlich starken und hohen Stahlgittermatten mit Kunststoffummantelung verwenden. Oder Sie greifen auf den allseits beliebten Maschendraht zurück.

MASCHENDRAHT

Vorteil: Die Zaunpfosten müssen nicht exakt millimetergenau gesetzt werden, Schäden lassen sich mit Draht schnell und einfach reparieren. Besonders günstige Zaunvariante.

Nachteil: Einfach durchzuschneiden oder hochzubiegen, am Fuß oft nicht ebenerdig geschlossen.

GITTERMATTE

Vorteil: Eine besonders stabile Zaunvariante in vielen verschiedenen Höhen – besonders sicher, schnell aufgestellt und extrem pflegeleicht.

Nachteil: Bei Schäden müssen immer ganze Elemente ausgetauscht werden, was relativ teuer ist.

2. ZAUNPFOSTEN SETZEN

Im Grunde ist diese Arbeit für beide Varianten identisch. Der Unterschied besteht darin, dass Sie für Maschendrahtzäune runde und für Gittermatten rechteckige Pfosten benötigen. Und natürlich, dass Sie bei Gittermatten die Abstände der Pfosten exakt einhalten müssen. Bei Maschendraht hingegen kommt es nicht unbedingt auf den Millimeter an.

WERKZEUG UND MATERIAL

  • Spaten/„Handbagger“
  • Schaufel
  • Schubkarre
  • Maßband
  • Wasserwaage
  • Maurerschnur
  • Schraubenschlüssel
  • Flachzange
  • Kombizange
  • Holzpflöcke
  • Kies
  • Fertigbeton
  • Zaunpfosten
  • Streben
  • Drahtspanner
  • Spanndraht
  • Bindedraht
  • Maschendraht
  • Schellen
  • Spannstangen
  • Zaunhaken

Auch wenn es Einschlaghülsen für diese Zäune gibt, zu empfehlen ist immer das Einsetzen in ein Betonfundament – allein schon aufgrund der Ziehkräfte, die ein stramm gespannter Draht auf die Pfosten ausübt. Nur bei kürzeren Zäunen tun es auch im Boden versenkte, fertige Betonsockel: einfach Pfosten in das Sockelloch einsetzen und mit Schnellzement zugießen.

SCHRITT 1:

 

Maßband in Zaunrichtung auslegen und mit Pflöcken alle 250 cm (bzw. im korrekten Abstand der Gittermatte) ein Pfostenloch markieren. Je Markierung ein 30 x 30 cm großes und 80 cm tiefes Loch ausheben. 10 cm Kies verfüllen und verdichten. Beton mit Wasser in der Schubkarre anrühren und in das erste Loch einfüllen. Zaunpfosten senkrecht einsetzen. Beton vorsichtig verdichten und den nächsten Pfosten setzen.

Die Spanndrahthalter müssen alle immer in eine Richtung weisen (in der Regel zur Grundstücksseite). Die Höhe muss so gewählt sein, dass der unterste Spanndrahthalter ganz knapp über dem Beton liegt. Bei Gittermatten die Pfostenhöhe den Montagevorrichtungen anpassen und Pfosten mit Latte und Wasserwaage oder Schlauchwaage möglichst in Waage setzen.

SCHRITT 2:

 

Bei Maschendrahtzäunen erhalten die Endpfosten je eine zusätzliche, ebenfalls einbetonierte Stützstrebe. Pfosten an einer Zaunkurve/-ecke bekommen in beide Richtungen je eine zusätzliche Stützstrebe. Diese zum Schluss am Pfosten anhalten und ausmessen, Betonsockel erstellen, Strebe einbetonieren und schließlich mit einer Schelle am Pfosten montieren.

SCHRITT 3:

Nach dem Aushärten des Betons nun den Zaun montieren. Gittermatten werden schnell und unkompliziert mit Schrauben, Clips oder anderen Systemen an den Pfosten befestigt. Die Montage eines Maschendrahtzaunes ist dagegen ein wenig auf- wendiger.

3. MASCHENDRAHTZAUN MONTIEREN

Nach der Verfestigung der einbetonierten Pfosten und Stützen benötigen Sie nur wenig Werkzeug und in jedem Fall die freundliche Hilfe einer zweiten Person, um Ihren Maschendrahtzaun anzubringen.

SCHRITT 1:

 

Schellen und Drahtspanner am ersten Pfosten (3 x: oben, Mitte, unten) montieren und jeweils einen Spanndraht mit 10 cm Überlänge in die Drahtspanner einführen. Dann den Spanndraht mit dem Schraubenschlüssel auf den Dorn (Mittelachse) der Drahtspanner aufdrehen.

SCHRITT 2:

 

Den Spanndraht nun Pfosten für Pfosten in die 3 Drahthalterungen einlegen. Anschließend – wenn Sie beim letzten Pfosten ankommen – die Montage von Schelle und Drahtspanner am letzten Pfosten wiederholen. Die 3 Spanndrähte erneut in die Dorne der Drahtspanner einführen und die Spanndrähte mit dem Schraubenschlüssel stramm anziehen. Überstehende Drahtenden mit der Kombizange abknipsen.

SCHRITT 3:

Anschließend kann der Maschendraht montiert werden. Dazu am ersten Pfosten die Spannstange in die erste Masche einschieben und samt Drahtgefl echt mit ausreichend Bindedraht oder Zaunhaken am Pfosten befestigen. Nun das Drahtgeflecht über die gesamte Zaunlänge ausrollen. Nach Möglichkeit immer ein paar Meter Zaun aufrecht an die Spanndrähte anlehnen. Das erleichtert Ihnen die Arbeit.

SCHRITT 4:

Biegen Sie die oberen Drahtenden mit der Flachzange auf, legen Sie sie auf den oberen Spanndraht auf und verschließen Sie sie mit der Zange wieder um den Spanndraht. Das Gleiche mit den unteren Drahtenden und dem unteren Spanndraht vornehmen. Zwischendurch sollten Sie den Maschendraht immer wieder nachziehen, damit die Maschen schön auf Spannung bleiben.

SCHRITT 5:

Zum Schluss am letzten Pfosten wieder eine Spannstange durch die letzte Masche vor dem Pfosten ziehen und diese samt Drahtgeflecht mit Bindedraht oder Zaunhaken am Pfosten fixieren. Überstehendes Maschengeflecht dahinter mit der Kombizange abknipsen. Nun brauchen Sie nur noch den Maschendrahtzaun alle 100 cm mit Bindedraht am mittleren Spanndraht festzumachen, um unschöne Wölbungen zu vermeiden.

Ihr Maschendrahtzaun steht.

TIPP : ZAUNVERSCHÖNERUNG

So praktisch Metallzäune sind, lebendig und natürlich wirken sie in Ihrem Garten nicht.

Verwandeln Sie doch Ihren Zaun durch eine Kombination mit Pflanzen in eine grüne oder farbenfrohe Begrenzung. Ein Gittermattenzaun lässt sich beispielsweise mit einer auf der Grundstücksseite gepflanzten (immergrünen) Hecke aus Eibe, Lebensbaum, Buchsbaum oder Kirschlorbeer ganz einfach in eine blickdichte und Wind abweisende Umgrenzung verwandeln. Bei einem Maschendrahtzaun können die Äste einer Hecke die Maschen aufbiegen oder unschön ausbeulen. Hier empfiehlt sich eher die Kombination mit einer Zusatzkonstruktion für Ranken- und Kletterpflanzen. Dazu auf Ihrer Grundstücksseite am Zaun entlang Pfosten (Abstand 30-50 cm) aufstellen und 2 Reihen Spanndraht in 2 verschiedenen Höhen ziehen. Pflanzen im blickdichten Abstand setzen und am unteren Spanndraht mit Bindedraht lose anbinden. Der obere Spanndraht kommt zum Einsatz, wenn Ihre Kletterpflanzen ausreichend hoch gewachsen sind. Als dekorative Verschönerung kommen Kletterrosen ebenso infrage wie Clematis oder auch wilder Wein.

  • Lassen Sie die Kletterpflanzen nicht die Maschen Ihres Zaunes als Spalier nutzen.
  • Sie können die Maschen ausbeulen, hängen mit ihrem ganzen Gewicht am Zaun und wachsen unkontrolliert auf Gehweg, Straße und Nachbargrundstück.
  • Auch Pflege und Schnitt der Pflanzen werden so zum schwierigen und mühsamen Unterfangen.

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