Sicherheit am Haus - Fester & Türen sichern

Haus- und Wohnungseinbrüche gehören heute leider zum Alltag. Vor wenigen Jahren reichten noch ein gutes Schloss in der Haustür und stabile Griffe an den Fenstern aus.

Haus- und Wohnungseinbrüche gehören heute leider zum Alltag. Reichten vor wenigen Jahren noch ein gutes Schloß in der Haustür und stabile Griffe an den Fenstern aus, um sich vor Gelegenheitseinbrechern zu schützen, muß man heute schon mit technisch raffinierteren Schutzvorrichtungen aufwarten. Kaum eine Sicherheit gibt es jedoch gegen
professionelle Einbrecher-Banden, die mit schwerem Gerät anrücken und bei ihrem Werk selbst vor größter Materialzerstörung nicht zurückschrecken. Doch der sogenannten Beschaffungskriminalität, bei der die Täter ohne viel Aufwand durch einen schnellen Bruch hauptsächlich zu Bargeld, Schmuck und Schecks kommen wollen, kann man wirksam begegnen.

Sperriegel, Zusatzschlösser und weitere Einrichtungen an Türen und Fenstern sind ein weitgehend sicherer Schutz, der sich auch leicht nachträglich anbringen läßt. Das Wichtigste an allen Sicherheitseinrichtungen ist aber nicht ihr Vorhandensein, sondern ihre Benutzung. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, alle Schlösser auch abzusperren, Riegel vorzuschieben oder einzurasten. Und wenn Sie diesen Handlungen bewußt und mit Bedacht nachgehen, taucht auch
nicht nach wenigen Minuten die Ungewißheit auf: Verriegelt oder nicht verriegelt? Zusätzliche Schutzvorrichtungen
sollten möglichst so montiert werden, daß sie von außen zu erkennen sind. Die „Fachleute” unter den ungebetenen Gästen sehen häufig schon an kleinen Hinweisen, ob Türen oder Fenster gut geschützt sind. Voraussetzung für die Wirksamkeit von Schlössern und Riegeln sind stabile und funktionssichere Bauelemente wie Türen und Fenster. Über 29% der Wohnungseinbrüche erfolgen ohne die Zuhilfenahme von Werkzeug, also nur durch Einsatz von Ellenbogen, Faust oder einem kräftigen Fußtritt. Vor dem Einbau von Zusatzschlössern sollten Sie also die Bauelemente auf Haltbarkeit überprüfen und gegebenenfalls verstärken oder austauschen.

Für den Zustand von Türen und Fenstern sowie deren Absicherung interessieren sich auch die Versicherungen, die ein Einbruchsrisiko abdecken. Informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung darüber, welche Forderungen Sie erfüllen müssen, um den vollen Versicherungsschutz zu bekommen. Zum Lüften gekippte Fenster, unverschlossene, nur eingeschnappte Türen oder offene Dachfenster in einem menschenleeren Haus können von Versicherungen als fahrlässig gewertet werden und den Versicherungsschutz mindern.

Tip

In vielen Polizeidirektionen befinden sich Beratungsstellen der Kripo, die Tips für eine optimale Haus- und Wohnungsabsicherung geben können.

Tip

Bei mehreren Türen und zusätzlichen Schlössern müssen Sie immer mit vielen Schlüsseln hantieren. Das muß nicht sein.
Profilzylinder in allen Abmessungen können Sie gleichschliessend bestellen. Dann reicht ein Schlüssel für alle Schlösser.

Haus- und Wohnungstüren sichern

Hochwertiger Schutzbeschlag: Erhöht einbruchhemmende Türbeschläge mit gehärtetem Zylinderschutz. Zieh- und Bohrschutz durch rotierende, gehärtete Stahlplatte.

Profilzylinder EC 700: Beidseitig schließbarer Zylinder, der auch von außen geschlossen werden kann, wenn innen ein Schlüssel steckt (Not- und Gefahrenfunktion).

Einsteckschlösser: Standard bei Eingangstüren. Schließen zweitourig, haben geschlossenen Kasten, für Falztüren DIN links/rechts, für Profilzylinder vorgerichtet.

Massive Schließbleche: Wirksame Haustür-Absicherung. Blech wird mit kräftigen Schrauben an Türbekleidung (oder Spezialanker im Mauerwerk) befestigt. Nachrüstbar.

Zusätzliche Verriegelungen für Haus- und Wohnungstüren

Sperrbügel-Schloß. Ein zusätzliches Schloß, das von außen mit Schlüssel, von innen mit einem Knauf bedient wird. Der Sperrbügel ermöglicht ein spaltbreites Öffnen der Tür und damit die Kontaktaufnahme mit dem Besucher.

Kasten-Riegelschloß. Von innen und von außen mit einem Schlüssel zu bedienen sichert dieses Zusatzschloß jede Haus- oder Wohnungstür. Der Schließkasten wird mit Schrauben und Stahldübeln in der Mauer verankert.

Abschließbare Türkette. Das vollständige Öffnen der damit gesicherten Tür ist auch von innen nur mit Schlüssel möglich. Die Teile lassen sich auch leicht auf schmalen Rahmen von Glasausschnitt- und Metalltüren montieren.

Alarm-Türkette. Abschließbare Türkette, die durch den Türspalt auch von außen auf- und zugeschlossen werden kann. Bei Gewalteinwirkung wird eine Alarmsirene aktiviert. Stromversorgung durch eine 9 V-Batterie.

Zusatzsicherungen

Panzerriegel. Schützt jede Tür optimal. Der Riegel greift auf beiden Seiten tief in das Mauerwerk oder in stabile Schließkästen. Nachträgliche Anbringung ist problemlos

Bandseiten-Sicherung. Genauso wichtig wie der Schutz auf der Schloßseite. Problemloser Einbau in Türblatt und Rahmen.
Lieferung und Einbau immer paarweise

Fenster sichern

Fenstergriff mit Schloß. Er wird einfach gegen den vorhandenen Standardgriff ausgetauscht, die Schraubenabstände sind genormt. Werden mehrere Fenster auf diese Art gesichert, sollten die Schlösser gleiche Schlüssel haben.

Automatik Fensterschloß. Doppelte Funktion: Gegen Aushebeln ist das Fenster durch den kräftigen Schließkasten geschützt und der Sperrbügel erschwert das gewaltsame Öffnen auch dann, wenn das Fenster zum Lüften gekippt ist.

Schiebetür/ Fenster-Schloß. Zwei massive Riegel arretieren den Türoder Fensterflügel in geschlossener oder spaltbreit geöffneter Stellung. Das Zusatzschloß kann auch an Hebetüren oder Schiebe- Zimmertüren angebracht werden.

Dachfenster-Sicherung. Mit einer abschließbaren Türkette können auch Dachfenster wirksam geschützt werden. Die Kette wirkt bei geschlossenem und bei auf Lüftung geöffnetem Fenster. Zum weiteren Öffnen das Schloß entriegeln.

Rolladen-Verschluß. Der Sperriegel dieser Sicherung greift durch Federdruck in ein Loch, das von innen in eine Lamelle des Rolladens gebohrt wird. So läßt er sich auch mit Gewalt nur schwer von der Außenseite nach oben schieben.

Lichtschacht Sicherung. Roste über den Lichtschächten von Kellerfenstern können nicht angehoben werden, wenn sie so angekettet sind. Im Notfall (Notausgang) kann die Vorrichtung schnell von innen ohne Schlüssel entriegelt werden.

Alarmanlagen und elektronische Sicherungen

Neben den gezeigten mechanischen Einrichtungen können elektronische Anlagen zusätzliche Sicherheit bringen.

  • Bewegungsmelder, die auf sich bewegende Wärmequellen reagieren, können z.B. Leuchten einschalten oder akustischen Alarm auslösen, wenn sich dem Gerät eine Person nähert.Zeitschaltuhren, mit denen Sie
    individuell die Ein-/Ausschaltzeit von z.B. Lampen oder E-Geräten bestimmen können, dienen der Vortäuschung von Anwesenheit.
  • Akustikmelder, die Alarm auslösen, wenn in dem Raum laute Geräusche entstehen. Der Alarm kann eine Sirene oder z.B. echt klingendes Hundegebell sein.
  • Klein-Alarmanlagen, mit denen eine Tür oder ein einzelnes Fenster ohne größeren Aufwand gesichert werden kann.
  • Alarmanlagen, bei denen über eine Steuer-Zentrale und mehreren Stromkreisen Erschütterungskontakte
    und Glasbruchsensoren an Fenstern und Türen, Akustik und Bewegungsmelder auslösen.
  • Türsprechanlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser ermöglichen den Sprechverkehr zwischen Haus- und Wohnungstür.
  • Dämmerungsschalter, die Glühlampen bei Dämmerung automatisch ein- oder ausschalten.

Unser Fachpersonal berät Sie gern über diese Möglichkeiten der Einbruchsicherung.

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