Laminat und Parkett selbst verlegen

Holz – das älteste Baumaterial der Welt – hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt.

Holz – das älteste Baumaterial der Welt – hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. Holz wirkt natürlich schön, ist enorm anpassungsfähig, erfüllt anspruchsvollsten Wohnkomfort und vermittelt Behaglichkeit und Wärme. Im Gegensatz zu früheren Zeiten haben Sie jedoch einen entscheidenden Vorteil. Ob Laminat oder Parkett, nie war es so unkompliziert, sich den Traum vom hochwertigen Holzboden selbst zu erfüllen.

1. KLEINE MATERIALKUNDE

Robuste Allround-Lösung Laminat oder doch lieber edles Parkett? Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Welche Variante bietet welche Vorteile?
Aus handwerklicher Sicht gibt es übrigens keine Differenzen. Dank moderner Klick-Systeme, die auf unterschiedlich konzipierten Nut-Feder-Prinzipien basieren, werden Fertigparkett und Laminat auf die absolut gleiche und wirklich narrensicher einfache Weise verlegt.
Ihre Entscheidung können Sie daher ganz losgelöst vom Arbeitsaufwand treffen.

Laminat

Laminat besteht zu 90% aus Holzmaterial (Holzspäne, Holzschnitzel = MDF/HDF) und ist in drei bzw. vier verleimte Schichten aufgebaut: Oberfläche aus transparentem Melaminharz, darunter eine Dekorschicht, in der Mitte eine stabile HDF/MDF-Platte mit Klick-Verbindungssystem und darunter wieder ein feuchtigkeitsabweisender Melaminharzfilm. Die gesamte Schichtstärke beträgt nur 6-8 mm.

Laminat wird in 6 Nutzungsklassen (Lichtechtheit, Druck- und Abriebfestigkeit, Stuhlrollenfestigkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Flecken) unterteilt, wobei 1 für geringe und 6 für extrem hohe Belastbarkeit steht. Klassen 1-3 sind für den Einsatz im privaten Wohnbereich gedacht: 1 für Schlafzimmer etc., 2 für Wohnzimmer, Esszimmer etc. und 3 für z.B. Kinderzimmer, Flur und Küche. Für Ihr Büro empfiehlt sich Klasse 4. Laminat bietet aufgrund der Schichtzusammensetzung und der verharzten Oberfläche folgende Vorteile:

  • Sehr robust
  • Hohe Druck- und Abriebfestigkeit
  • Kratzfest und geeignet für Rollstuhl und Bürostuhl
  • Sehr gute Schalldämpfung (in Verbindung mit Trittschalldämmung); antistatisch
  • Keine spezielle Pflege nötig; sehr hygienisch
  • UV-resistent (bleicht nicht aus, bleibt lichtecht)
  • Gute Wärmeflusseigenschaften, geeignet für Fußbodenheizung (speziell ausgewiesene Laminate)
  • Große Dekorauswahl
  • Geringe Schichtstärke – ideal bei Renovierungen
  • Preisgünstig

Die einzelnen Funktionalitäten Ihres ausgesuchten Laminats finden Sie auch als Symbole auf den Verpackungen.
Nachteile sind, dass Laminat an den Verbindungsstellen bei Feuchtigkeit aufquillt (daher nicht putzen, sondern nur abkehren, saugen oder nebelfeucht wischen mit Laminatpflegemittel) und die Oberfläche bei Beschädigungen (Kratzer etc.) nicht durch Abschleifen ausgebessert werden kann.
Allerdings sind inzwischen auch spezielle Laminate mit wasserundurchlässiger Verarbeitung für Feuchträume (Bad, WC) erhältlich.
Und noch ein Tipp: Es gibt nicht nur Laminat für Fußbodenheizung, sondern auch eine Fußbodenheizung für Laminat. Diese wird in Form von elektrischen Heizmatten auf dem Estrich und unter dem Holzboden eingebaut – eine praktische Lösung für nachträgliche Raumwärme.

TIPP 1: HOLZBODEN-ALTERNATIVEN

Anstelle von Laminat oder Parkett können Sie sich auch für eine dieser Holzboden-Lösungen entscheiden

Furnierparkett

  • Die günstige Alternative zum Echtholzparkett
  • Original Echtholzanmutung
  • V-versiegelte Oberfläche aus Echtholzfurnier
  • Robust, hoch belastbar, abriebfest, pflegeleicht
  • Einfache Verlegung dank Klick-System
  • Fußbodenheizunggeeignet (quellarm)
  • Geringe Aufbauhöhe (bis 8,5 mm) – ideal bei Renovierungen

Massivholzdielen

  • Die Luxus-Variante aus massivem Holz
  • Reines Naturprodukt
  • Lange Lebensdauer
  • Edel, elegant und langlebig
  • Oberfläche teilweise unbehandelt; Versiegelung dann in Eigenleistung
  • Pflegeaufwendig
  • Nicht für alle Räume und Untergründe geeignet (Holz „arbeitet“ = ausdehnen/zusammenziehen bei
  • Feuchtigkeit bzw. Trockenheit)

Mehrschicht-Fertigparkett:

Auch Fertigparkett besteht als dünne Version aus zwei oder als stärkere Variante aus drei Schichten. In jedem Fall bilden HDF/MDF-Schichten mit Klick-Verbindungssystem die Unterlage. Darüber ist eine voll versiegelte Echtholzschicht verleimt.
Parkett wird nach bestimmten Belastungskriterien und Härtegraden in sogenannte „Brinell-Härten“ unterteilt. Sie definieren die Belastbarkeit, aber auch die Formstabilität. Den Top-Wert erreicht kanadischer Ahorn. Eiche, Esche und Buche besitzen ebenfalls hohe Härtegrade, wohingegen Fichte den geringsten Wert aufweist.
Parkett-Vorteile sind:

  • Sehr edel und hochwertig dank Echtholz-Oberfläche
  • Authentisches, sehr warmes Holzgefühl
  • Hohe Wärmeflusseigenschaften, geeignet für Fußbodenheizung
  • Pflegeleicht, hygienisch
  • Schäden (Kratzer etc.) lassen sich durch Abschleifen reparieren

Allerdings müssen Sie bei Parkett auch ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen. Parkett ist teurer als Laminat und bei starker Beanspruchung pflegeintensiver (Nachversiegelung). Es ist verhältnismäßig empfindlich bei hohen Belastungen (Kratzer, Bürostuhl, Abnutzung etc.). Ist die Versiegelung beschädigt, besteht die Gefahr, dass Schmutz, Flüssigkeiten etc. in das Holz eindringen und dauerhaft Flecken verursachen. Zudem kann Parkett wie jedes Holz bei hoher UV- Einstrahlung ausbleichen. Darüber hinaus beginnt die Parkettstärke bei 14 mm, was bei Renovierungen zum Problem werden kann.

Einsatzempfehlungen auf einen Blick:

Laminat:
Der günstige und robuste Universal-Holzboden für alle Wohn- und Büroräume (abhängig von der Nutzungsklasse) bis hin zu Feuchträumen; mit max. 8 mm Stärke die erste Wahl bei Renovierungen
Parkett:
Der edle und hochwertige Echtholzboden für den gehobenen (Neubau-)Wohnbereich; weniger bis gar nicht geeignet für Büro, Feuchtraum, Küche, Kinderzimmer und mit einer Stärke von 14 mm und mehr nur bedingt bei Renovierungen.

2. LAMINAT UND PARKETT VERLEGEN

WERKZEUG UND MATERIAL

  • Gehrungssäge
  • Stichsäge oder Handkreissäge
  • Zollstock/Maßband
  • Bleistift
  • Winkel
  • Abstandskeile
  • Hammer
  • Schlagklotz aus Holz
  • Zugeisen
  • Laminat/Parkettdielen mit Klick-System
  • Dampfbremsfolie (PE Folie)
  • Trittschalldämmung (sofern nicht bereits in die Dielen integriert)
  • Parkettsilikon
  • Heizkörperrosetten

Eines vorweg: Natürlich können so- wohl Laminat als auch Parkett mit speziellen Klebern vollflächig verklebt verlegen (Empfehlung: lösemittelfreier Reaktionsharzkleber). Das ist allerdings aufwendiger und der Auftritt ist nicht so federnd weich und zudem deutlich lauter. Parkett und Massivholzdielen können sogar auf eine gesonderte Holz-Unterkonstruktion fest vernagelt oder verschraubt werden.
Ca. 80% aller Laminat- und Fertigparkett-Böden werden heute mit einem der verschiedenen Klick-Systeme schwimmend (sozusagen eine frei schwebende Bodenplatte) verlegt – weil es einfacher nicht geht. Auch hinsichtlich Laufgeräusche, Laufkomfort sowie Schall- und Wärmedämmung ist diese Verlegetechnik optimal.
Außerdem können Sie so Ihren Holzboden jederzeit rückstandsfrei wieder ausbauen, beim Umzug mitnehmen oder als schadstofffreien Abfall entsorgen.
Das handwerkliche Vorgehen beim schwimmenden Verlegen ist bei Laminat und Fertigparkett praktisch identisch.

DER UNTERGRUND

Wie bei jedem Bodenbelag sollte Ihr Untergrund trocken, sauber, rissfrei, tragfähig und vor allem eben sein. Notfalls müssen Sie Schäden mit Spachtelmasse und Spachtel ausbessern.
Eine schwimmende Verlegung mit Klick-System können Sie auf diversen Untergründen vornehmen, solange der Holzboden gut von unten belüftet wird. Estrich, alte Holzböden, PVC-Boden oder Keramikfliesen sind kein Problem. Alte Teppichböden dagegen sind ungeeignet (Feuchtigkeitsbildung, Schimmelgefahr).

VORLEGEVORBEREITUNGEN

Zum Berechnen Ihres Laminat- bzw. Parkettbedarfs werden die Raum-Quadratmeter in Länge x Breite gemessen. Erker, Nischen und Ecken müssen Sie durchgängig zu der jeweiligen Raumbreite bzw. Raumlänge hinzuaddieren. Zusätzlich sollten Sie maximal 10% Verschnitt einkalkulieren.
Wichtig ist auch, vorab mit einem Winkel zu prüfen, ob der Raum tatsächlich rechtwinklig ist. Zum einen, um ein optisch harmonisches Verlegemuster entsprechend vorzuplanen. Zum anderen, weil der Verschnitt bei nicht rechtwinkligen Räumen höher ausfällt.
Vor dem Verlegen sollten Sie Fertigparkett in der Originalverpackung zwei Tage, Laminat 24 Stunden imVerlegeraum lagern, damit sich das Material dem Raumklima anpassen kann. Die Raumtemperatur sollte dabei, sowie auch beim Verlegen selbst, mindestens 18 ̊C betragen.

VORLEGEMUSTER

Bei der Entscheidung für das Verlegemuster haben Sie ganz nach Geschmack die freie Auswahl aus einer Vielzahl bewährter Formen:

Diese Muster haben einen direkten Einfluss auf die Raumwirkung und lassen quer verlegt Räume breiter und längs verlegt Räume länger erscheinen (immer vom Raumeingang aus betrachtet):

Englisches Muster/Parabel (mit regelmäßigen Stößen)

Schiffsboden (mit unregelmäßigen Stößen)

Fischgrät-Muster (ideal für große Räume)

Altdeutsches Muster

Ohne Einfluss auf die Raumwirkung und daher neutrale Muster sind:

Tafelmuster (Würfelform)

Flechte

Kassette

SCHWIMMENDE VERLEGUNG

Je nach Hersteller werden leicht unterschiedliche Klicksysteme angeboten. Informieren Sie sich bereits beim Kauf über das individuelle System und dessen Technik Ihres Laminats bzw. Fertigparketts.

SCHRITT 1:

Bei einer mineralischen Unterlage wie Zementestrich, Anhydritestrich, Gussasphalt, Fliesen oder Naturstein muss die Bodenfl äche zunächst mit einer Dampfbremse (PE-Folie) zur Feuchtigkeitsisolierung flächendeckend belegt werden.

Bei Fußbodenheizung ist vor der Verlegung der PE-Folie ein Auf- und Abheizprotokoll durch den Heizungsfachmann zu erstellen. Aus diesem geht hervor, ob die Heizung gegebenenfalls für die Verträglichkeit der Folie zu hoch eingestellt ist bzw. zu langsam herunterfährt und entsprechend reguliert werden muss.
Anschließend wird über die PE-Folie eine Trittschalldämmung aus PE-Schaumfolie, Kork, Filz oder anderen Gehgeräusch dämmenden Materialien verlegt – und zwar in Richtung der späteren Dielenlagen. 30% aller aktuell angebotenen Laminate haben diese übrigens praktischerweise bereits integriert und ersparen Ihnen damit diesen Arbeitsschritt.

SCHRITT 2:

(Verlegebeschreibung Parabel)
Beginnen Sie in der Ecke einer Längsseite mit dem Verlegen der ersten Dielenreihe. Die Nutseite blickt zur Wand. Die Feder am Kopfende der Diele wird mit der Handsäge abgesägt. Zwischen Wand und Diele kommt ein Abstandskeil von 10-15 mm Stärke zur Wahrung der Dehnungsfuge. Dann wird die zweite Diele entlang der Längswand per Klick-System mit der ersten Diele verbunden. Die letzte Diele der Reihe müssen Sie passend zusägen. Hierbei ist Folgendes zu beachten: Arbeiten mit der Stichsäge werden von unten, Sägearbeiten mit der Handsäge werden von der Dekorseite aus vorgenommen. Denken Sie beim Messen und Sägen an die 10 mm Wandfuge!

SCHRITT 3:

Mit dem abgesägten Reststück (Sägeseite zur Wand) beginnen Sie die neue Dielenreihe und arbeiten sich in Verlegerichtung bis zum Ende der Reihe vor.

Das letzte, gesägte Dielenstück der zweiten Reihe wird vorsichtig mit dem Zugeisen eingefügt und ein Abstandskeil zwischen Stirnwand und Diele geklemmt. Reihe 3 beginnen Sie wieder mit einer ganzen Diele.

Bei einfachen Nut-Feder-Systemen sollten Sie nach drei Reihen mit Gummihammer und Schlagklotz die Verbindungen vorsichtig nachjustieren.

SCHRITT 4:

Die letzte Dielenreihe müssen Sie ggf. in der Breite zuschneiden. Hierzu legen Sie die zu sägende Diele exakt auf die letzte, bereits verlegte Diele auf. Darüber wird eine dritte Diele gelegt und mit der Nutseite zur Wand (Dehnungsfuge berücksichtigen) geschoben. Entlang der Innenseite der oberen Diele mit Bleistift die Sägemarkierung auf der mittleren Diele kennzeichnen und diese dann mit der Stichsäge zuschneiden. Diese Diele dann mit dem Zugeisen anfügen.

Achtung: So verhindern Sie, dass die letzte Dielenreihe zu schmal wird (schwierig zu sägen, optisch unattraktiv): Durch exaktes Messen von Raumbreite und Dielenbreite können Sie errechnen, wie breit oder schmal die letzte Diele wird. Um ein harmonisches Verlegemuster zu erzielen, kann es daher sein, dass Sie die erste und die letzte Dielenreihe auf die gleiche Breite zusägen müssen. Prüfen Sie dies unbedingt vor dem Verlegen!

SCHRITT 5:

Zum Schluss werden die Sockelleisten angebracht – als optische Abrundung, die auch die Dehnfugen an den Rändern und eventuell dort entlang verlegte Antennen- und Lautsprecherkabel verdecken. Zuvor die Abstandskeile entfernen. Die Leisten werden immer an der Wand und niemals auf Laminat oder Parkett fixiert. Einfache Leisten können mit Nägelchen an der Wand befestigt werden. Schicker sind zweiteilige Leistensysteme. Hier müssen Sie das Basisprofil an der Wand anbohren und die obere Dekorleiste aufstecken. Zum Anpassen an die Ecken mit der Gehrungssäge die Enden zusägen (manche Leistensysteme bieten spezielle Eckprofile an, die das Zusägen überflüssig machen).

TIPP 2: VERLEGE-TIPPPS

Dehnungsfugen

Unter allen Türen, bei Übergängen zu angrenzenden Bodenbelägen sowie ab 8 m Dielenbreite und 10 m Dielenlänge müssen Sie zusätzlich zu den Dehnungsfugen an den Wänden weitere Dehnungsfugen von 20 mm Breite einbauen. So verleihen Sie dem Bodenbelag Platz, wenn er sich temperatur- und feuchtigkeitsbedingt dehnt. Die Fugen werden mit flachen Deko-Abdeckschienen verkleidet.

Klick-Systeme mit Leim

Manche Hersteller bieten Laminat mit einem einfachen Nut-Feder-System an, bei dem die Feder zusätzlich mit Holzleim versehen werden muss. Das ist etwas mühsamer und Sie müssen Leimflecken schnell abwischen, aber diese Variante ist ebenfalls ausgesprochen stabil.

Massivholzdielen

Unter Massivholzdielen gehört zunächst eine Trittschalldämmung aus Dämmplatten.

  • Darüber wird ein Untergerüst aus Lagerholz errichtet.
  • Die Hohlräume zwischen den Gerüststreben werden mit Dämmmaterial zur Wärmedämmung gefüllt.
  • Auf das Untergerüst können Sie nun die Dielen im Parabel- oder Schiffsbodenmuster verlegen.
  • Nut-Feder-Systeme werden mit Hammer und Schlagklotz zusammengefügt.
  • Dabei am Rand 10-15 mm Dehnungsfuge beachten.
  • Die Dielen dann mit Nägeln oder Schrauben fixieren.
  • Für die Versiegelung gibt es zahlreiche Materialien.
  • Empfehlenswert für Massivholzdielen ist Kunstharzsiegel.
  • Beachten Sie: Durch die Unterkonstruktion erhöht sich der Bodenbelag erheblich.

3. LAMINAT- UND PARKETTPFLEGE

Laminat ist sehr pflegeleicht. Staubsauger, Besen oder ein nur feuchtes Wischen mit einem Laminatreiniger genügen in der Regel. Auf keinen Fall nass wischen – Laminat quillt an den Klick-Verbindungen auf.
Groben Schmutz bekommen Sie mit alkoholhaltigen Lösungsmitteln weg. Lassen sich Kratzer nicht durch Polieren entfernen oder zeigen sich kleine Löcher, hilft eine farblich abgestimmte Holzpaste mit anschließender Neuvergütung der Oberfläche.

Eine Vorsichtsmaßnahme hilft immer und kostet fast nichts: Filzgleiter unter Stühle, Tische, Schränke und alle anderen Möbelstücke!

Parkett wird ebenfalls nur gesaugt, gefegt oder nebelfeucht gewischt. Filzgleiter sind auch hier eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Gereinigt wird nur mit Parkettpflegemitteln.
Ist die Oberflächenversiegelung nach Jahren hinüber, können Sie das Parkett maschinell abschleifen und neu versiegeln. Parkettpflege ist also immer auch eine werterhaltende Maßnahme.
Ist eine Diele unwiderruflich defekt: In die betroffene Diele ein Loch vorbohren, dort die Stichsäge ansetzen und die Diele im Abstand von einigen Zentimetern vom Rand vorsichtig aussägen, ohne Trittdämmung und PE-Folie zu zerstören. Den Dielenrest mit der Hand entfernen, eine neue Diele ausmessen, zurechtsägen, an der Feder einleimen und einsetzen. 24 Stunden mit einem Gewicht beschweren – fertig ist die Reparatur.

TIPP 3: KNIFFLIGE STELLEN

An Übergängen

So wird Laminat und Parkett unter Türen hindurch im nächsten Raum weiterverlegt:

  • Holzboden bis mittig unter die Tür zusägen und verlegen.
  • Dabei 10 mm Dehnungsfugen zu den beiden Türzargen lassen.
  • Grundmodul der Übergangsschiene daran entlang mithilfe von Bohrmaschine, Dübel und Schrauben auf dem Boden fixieren.
  • Darauf Abstandskeile an der Dielenkante anlegen.
  • Entlang dieser Fuge die Anschlussdiele des nächsten Raums erneut passgenau anlegen.
  • Abstandskeile dann entfernen und die obere Abdeckung der Übergangsschiene in das Grundmodul einklicken.

Unter Türzargen

Eine optisch saubere Lösung an Zargen von Holztüren (geht auch bei Übergängen):
Sägen Sie die Zarge mit einem Fuchsschwanz so weit unten ab, dass die Diele 20 mm daruntergeschoben werden kann (erneut kleine Dehnungsfuge lassen).
Bei Metalltüren müssen Sie die Diele entsprechend ausschneiden, sodass sie die Zarge umklammert.

An Heizungsrohren

  • Zunächst die Diele bis zur Wand zuschneiden (abzüglich Dehnungsfuge).
  • Lose anlegen und Position der Heizungsrohre markieren.
  • An dieser Stelle die Diele mit einem Holz-Kreisbohrer durchbohren (Durchmesser muss größer als das Heizungsrohr sein).
  • Die Diele mittig durch das Bohrloch durchsägen.
  • Zunächst den langen Dielenteil bis an das Rohr anlegen.
  • Dann den kleinen Teil mit der zweiten Bohrloch-Einbuchtung von der anderen Seite anlegen und das Heizungsrohr „umklammern“.
  • Beide Dielenteile miteinander verleimen.

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