Mechanischer und elektronischer Einbruchschutz

Vor ungebetenem „Besuch“ ist niemand gefeit. Ob Sie in der Stadt oder auf dem Land leben, spielt für einen Einbrecher statistisch gesehen keine Rolle.

Vor ungebetenem „Besuch“ ist niemand gefeit. Ob Sie in der Stadt oder auf dem Land leben, spielt für einen Einbrecher statistisch gesehen keine Rolle. Auch nicht, ob Sie in einer Villa residieren oder in einem Reihenhaus wohnen. Wohl aber, ob und wie Sie Vorsorge treffen. Von relativ einfachen mechanischen Lösungen bis hin zu ausgeklügelten elektronischen Systemen stehen Ihnen zahlreiche wirkungsvolle Alternativen zur Verfügung.

1. STATISTIKEN ERNST NEHMEN

„Das wird uns schon nicht passieren“, ist eine ebenso häufig anzutreffende wie naive Einstellung zum Thema Einbruch. Immer noch herrscht bei vielen Menschen eine gefährliche Sorglosigkeit vor, wenn es um die Sicherung von Wohnung, Haus und persönlichen Wertgegenständen geht. Dabei sprechen aktuelle Statistiken von Polizei und Versicherungen eine deutlich andere Sprache:

  • Fast jede Minute wird in Deutschland ein Einbruch verübt.
  • 63,5% der Einbrüche geschehen abends oder nachts, aber auch gut 36% tagsüber, zumeist zwischen 11:00 und 14.00 Uhr (Daten von 2006)
  • 500.000 Schadenfälle werden pro Jahr gemeldet, 1.400 pro Tag. Der Schaden: 1 Milliarde Euro pro Jahr.
  • Von 1970 bis heute haben sich die Einbrüche in private Wohnräume verdreifacht.
  • Für ein ungesichertes Fenster braucht ein halbwegs erfahrener Einbrecher 10 Sekunden, für eine Terrassen- oder Wohnungstür weniger als eine Minute.
  • Schon ein Schraubendreher genügt oft, um in Häuser und Wohnungen zu gelangen.
  • Die Aufklärungsquote der Polizei beträgt 19%, 80% aller Einbrüche bleiben also unaufgeklärt (1974 lag die Aufklärungsquote noch bei fast 30%)
  • Aber auch: In München beispielsweise sind 2008 44% aller Einbruchsversuche an zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen gescheitert! Bundesweit muss jeder dritte Einbrecher sein Vorhaben aufgrund eingebauter Schutzvorrichtungen erfolglos abbrechen.
  • Denn nach durchschnittlich drei Minuten vergeblicher Bemühungen gibt er auf!

Vor allem: Es muss längst nicht immer die teure und komplizierte Alarmanlage sein. Schon einfache und kostengünstige Lösungen können einen Einbruch verhindern. Ideal sind natürlich immer Kombinationen aus mechanischem Einbruchschutz und elektronischer Einbruchmeldung.

2. MECHANISCHER EINBRUCHSCHUTZ

Im 4. Jahrhundert warnten der Sage nach lauthals schnatternde Gänse die schlafenden Einwohner Roms vor dem nächtlichen Überrschungsangriff der Gallier. Jahrhundertelang konnten Hof- und Wachhunde sehr überzeugende Argumente dafür vorbringen, einen Einbruchversuch besser woanders zu starten. Diese „natürlichen“ Alarmanlagen haben heute weitgehend ausgedient. Geblieben jedoch sind die kriminelle Bereitschaft zum Einbruch und – mehr denn je – die Notwendigkeit zu effektiven Gegenmaßnahmen. Schieben Sie dem Diebstahl also vorzeitig einen Riegel vor. Denn: Die mechanische Sicherung wird von allen Fachleuten und derPolizei als wichtigste und effektivste Maßnahme empfohlen.

TÜREN

Wussten Sie, dass sich die Hälfte aller Haus- und Wohnungstüren mit einem kräftigen und gezielten Tritt öffnen lassen? Gelangt der Täter durch Haus-, Wohnungs- oder Terrassentür hinein, hat er zu 66% die Tür zuvor in weniger als einer Minute einfach ausgehebelt. Nur zu 7% versucht er es durch Abdrehen oder Abbrechen über den Schließzylinder, weil dies einfach zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Und viel häufiger als erwartet macht er es sich noch einfacher: Er klingelt schlicht an der Wohnungstür und drängt an den völlig überraschten Bewohnern vorbei. Da dies auf eine unmittelbare Konfrontation mit dem Einbrecher hinausläuft, wird es dann meist besonders gefährlich.

Man muss Haus und Wohnung nicht gleich in eine uneinnehmbare Festung verwandeln. Schon eine Sicherheitskette und ein Türspion an jeder Wohnungstür genügen als minimaler Schutz vor „Überraschungsangriffen“ beim Öffnen.

Steht der Schließzylinder über oder lässt sich der Standard-Schutzbeschlag von außen abschrauben oder abbrechen, kann bereits ein spezieller, einbruchhemmender und von innen stabil verschraubter Schutzbeschlag Abhilfe schaffen.

Eine Tür, die über ein mit Dübeln im Mauerwerk verankertes Sicherheitsschutzblech verfügt, lässt sich kaum noch aushebeln. Zusammen mit einem extra stabilen Einsteckschloss mit Mehrpunktverriegelung wird Ihre Haustür für jeden Einbrecher zum Problem. Diese Variante empfiehlt sich sowohl für alle Haustüren als auch für (verglaste) Terrassen- und Balkontüren.

Letztere können zudem durch Zusatzschlösser mit Sperrbügeln an der Öffnungsseite, einem Scharnierseitenschutz und/oder einer sogenannten Pilzkopfverriegelung gesichert werden. Hierbei werden die normalen, nicht einbruchhemmenden Rundköpfe der Fensterbeschläge durch pilzkopfähnliche Zapfen ersetzt. Die Zapfen haken sich in die Schließteile auf der Rahmenseite ein, das Aushebeln wird unmöglich.

Neben- und Kellereingänge, die weder Sie noch Nachbarn oder Passanten ständig im Blick haben, bieten Einbrechern optimale Möglichkeiten, in relativer Ruhe vorzugehen. Ein massiver Panzerriegel, der über die gesamte Türbreite hinweg fest im Mauerwerk fixiert wird, wird dann zum unüberwindlichen Hindernis. Panzerriegel sind übrigens auch für Haustüren verfügbar – in unterschiedlichen Farben und mit Verschließmöglichkeiten von innen und außen.

TIPP 1: SCHWACHSTELLEN VON EINFAMILIENHÄUSERN UND WOHNUNGEN

Häufigster „Einstieg“ in Häuser
40 % Terrassen- oder Balkontüren
32 % Fenster Erdgeschoss
14 % Hauseingangstüren
6,5 % Kellerfenster / Kellerschächte
4 % Fenster oder Balkontüren 1. Obergeschoss
Häufigster „Einstieg“ in Wohnungen / Mehrfamilienhäuser:
56 % Wohnungseingangstüren
18 % Terrassen- und Balkontüren Erdgeschoss
16 % Fenster Erdgeschoss
5 % 1. Obergeschoss, Fenster oder Balkontüren
Bewohner der Parterrewohnung eines Mehrfamilienhauses sollten sich in Sachen Sicherheit in jedem Fall an den Empfehlungen für Hausbesitzer orientieren.

FENSTER

Entgegen der häufigen Annahme (und einem beliebten Motiv vieler Krimi-Filme) kommen Hammer oder Ellbogen zum Zerschlagen der Glasscheibe nur sehr selten zum Einsatz. Der Krach könnte Bewohner und Nachbarn aufmerksam machen. Um dieser Möglichkeit dennoch entgegenzuwirken, können Sie entweder bruchsicheres Spezialglas einsetzen lassen oder eine spezielle Sicherheitsfolie auf das Glas kleben. Diese hält das zerbrochene Glas im Rahmen zusammen und macht den
„Einstieg“ erheblich schwieriger. Sicherheitsglas wird übrigens in durchwurfhemmendes Glas der Klassen P1A bis P5A und durchbruchhemmendes Glas der Klassen P6A bis P8A unterteilt. Wobei P1A-Glas den Wurf einer 4,11-kg- Metallkugel aus 1,5 m Fallhöhe drei Mal aushält und P8A-Glas über 70 Axthieben standhalten muss!

Gängiger, günstiger und ebenso sicher sind jedoch Maßnahmen, die das Öffnen oder Aushebeln des Fensters verhindern. Wie bei einer Balkon- und Terrassentür sind Zusatzschlösser, Pilzkopfverriegelungen und ein Scharnierseitenschutz die wichtigsten Nachrüstungen. Alle Installationen nützen natürlich gar nichts, wenn Sie die Fenster beim Verlassen Ihrer Wohnung offen oder gekippt lassen.

KELLERFENSTER, KELLERSCHÄCHTE

Klassisch und auf einen Blick für jeden verständlich: Ein massives Eisengitter vor Kellerfenstern.

Doch auch mit Metallrosten bedeckte Kellerschächte sind beliebte Einstiegsluken. Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie schützen das Schachtfenster mit zusätzlichen Riegeln und/oder Sie verankern den Rost mit einer Kette oder einem speziellen Blech am Schachtrand, sodass er sich nicht hochheben lässt.

TIPP 2: ACHTEN SIE AUF DIE WIDERSTANDSKLASSE

Türen, Fenster, einbruchhemmende Riegel, Schlösser etc. werden in sechs sogenannten Widerstandsklassen (WK) eingeteilt. Sie geben per angebrachtem Siegel Auskunft über die Zeitdauer, die sie einem Einbrecher Widerstand leisten.
WK1: bietet keinen oder nur geringen Schutz, höchstens gegen rohe Gewalt und Vandalismus
WK2: 3 Minuten Widerstand gegen Gelegenheitstäter mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange oder Keil
WK3: 5 Minuten Widerstand gegen Gewohnheitstäter mit hochwertigerem Werkzeug
WK4: 10 Minuten Widerstand gegen erfahrenen Täter mit Säge- und Schlagwerkzeug, Bohrmaschine etc.
WK5: 15 Minuten Widerstand gegen Profis mit Werkzeug bis hin zum Winkelschleifer
WK6: 20 Minuten Widerstand gegen Profis mit extra starkem Werkzeug
Die Polizei empfiehlt Produkte ab WK2 für den Privatbereich und ab WK4 zur Sicherung gewerblicher und industrieller Gebäude z.B. von Geschäften, Büros und Lagerhallen. Darüber hinaus bieten Ihnen Zertifizierungen wie vom VdS (Verband der Sachversicherer), dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie), DIN und andere zuverlässige Anhaltspunkte beim Kauf.

SONSTIGES

Doppelt hält besser: Wenn Sie zusätzlich zu einbruchhemmenden Vorkehrungen an Türen und Fenstern nun auch noch an den Rollläden Zusatzsicherungen, z.B. Rollladenschlösser anbringen, leiden Sie nicht an Verfolgungswahn, sondern sind einfach nur konsequent.

Mülltonnen, Leitern, Rankengitter, Bäume und selbst Gartenmöbel sind hervorragende Angebote an einen Einbrecher, es mal im Obergeschoss zu versuchen. Achten Sie darauf, diese Klettermöglichkeiten wegzuschließen bzw. nicht in unmittelbarer Nähe zu Fenstern und Balkonen zuzulassen. Es mag banal klingen, aber schon die Einfriedung Ihres Grundstücks mit einem Zaun, einer Mauer oder was immer das Bauamt Ihrer Gemeinde erlaubt, ist eine erste, oft schon abhaltende Barriere.

2. ELEKTRONISCHE SCHUTZ- UND ALARMMASSNAHMEN

Während mechanische Maßnahmen vor allem einbruchhemmend wirken, dienen elektronische Installationen vorwiegend der Einbruchmeldung an Polizei bzw. Sicherheitsfirma oder als optische und akustische Abschreckung. Das bedeutet: Sie können im Fall der Fälle den Einbruch nicht verhindern, wenn der Täter sich nicht von Licht und Lärm abschrecken lässt. Deshalb sollten sie stets als Ergänzung mechanischer Vorrichtungen gesehen werden. Die Bandbreite reicht vom einfachen
Bewegungsmelder über das elektrische Zahlenschloss an der Haustür bis hin zu Glasbruchmeldeanlagen und komplexen Einbruchmeldeanlagen (EMA) inklusive Lichtschranken und Überwachungskameras. Welches System für Sie infrage kommt, hängt immer auch von der persönlichen Wohnsituation, dem zu schützenden Vermögen und der individuellen Investitionsbereitschaft ab. Ab einer bestimmten Komplexität müssen Sie die Installation in jedem Fall einem qualifi zierten Fachbetrieb übertragen.
Weiterhin müssen Sie überlegen, ob Sie den Zutritt zum Grundstück oder das Betreten des Hauses bzw. der Wohnung anzeigen lassen wollen oder beide Zonen überwachen möchten.

TIPP 3: KLEINER AUFWAND, GROSSE WIRKUNG: DER ÄUSSERE SCHEIN

Der Briefkasten quillt über, die Rollläden sind tagsüber geschlossen, abends brennt kein Licht:
Deutlicher können Sie nicht zu verstehen geben: „Hier ist schon länger niemand zu Hause“. Welke Blumen im Fenster können eine ähnliche Botschaft vermitteln. Ein verdorrter Vorgarten im Sommer deutet ebenfalls auf ein leeres Haus hin. Deshalb: Bei längerer Abwesenheit wie Urlaub, Geschäftsreise etc.

  • Bitten Sie vertrauensvolle Nachbarn oder Freunde, nach Post und Blumen zu sehen.
  • Lassen Sie sie tagsüber die Rollläden hoch- und abends wieder herunterziehen.
  • Sorgen Sie im Hochsommer für einen gewässerten Vorgarten.
  • Eine Zeitschaltuhr kann für Licht in den Abendstunden sorgen und Anwesenheit „vortäuschen“.

LOKALE SYSTEME

An der Haus- und Wohnungstür:
Als die „kleinste“ elektronische Vorsichtsmaßnahme kann bereits eine Gegensprechanlage unliebsame Überraschungen vermeiden. Kombiniert mit einer im Eingangsbereich angebrachten Kamera (Videogegensprechanlage) ist man immer ganz sicher, wer sich für einen Besuch anmeldet.

An Fenstern und Türen:
Einfache akustische Glasbruchmeldeanlagen arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip wie Bewegungsmelder. Sie registrieren die Vibrationen, die beim Versuch der Zerschlagung eines Fensters entstehen, und melden dies per Funk an die Anlagenzentrale. Diese wiederum löst die Sirene aus. Vor dem Aushebeln und Öffnen von Türen und Fenstern warnen elektromechanische bzw. elektromagnetische Systeme. Wird der magnetische Kontakt zwischen Melder und z.B. dem Schließblech unterbrochen, löst der akustische Alarm aus.
Der Vorteil der sogenannten Außenhautüberwachung: Der Alarm erfolgt, bevor der Einbrecher eingedrungen ist. Und sie kann auch aktiviert werden, wenn Sie sich im Haus aufhalten.

In der Wohnung:
Recht effektiv sind relativ einfach zu installierende Bewegungsmelder an Wand oder Decke. Passive Systeme arbeiten mit Infrarotstrahlen, die bei Unterbrechung oder Temperaturschwankungen Alarm auslösen. Aktive Melder tasten den Raum quasi mit Ultraschall oder Mikrowellen nach Bewegungen ab. Dualmelder arbeiten immer mit zwei der drei Techniken: per Infrarot wird die Temperatur, per Ultraschall die Bewegung über wacht. Erst wenn beide sich gegen seitig bestätigen, wird Alarm ausgelöst. Das verhindert Fehlalarm z.B. durch die Wärme einer versehentlich eingeschalteten Lampe.
In jedem Fall machen Sie mit durchdringender Sirene von 90 dB und mehr akustisch klar, dass etwas nicht stimmt. Mit sogenannten Mehrzonen-Kombianlagen lassen sich mehrere Bewegungsmelder gleichzeitig über eine Zentrale per Funk steuern und koordinieren. Auch Magnetkontakte zur Absicherung von Türen und Fenstern können darin integriert werden. Die Installation ist für halbwegs geübte Heimwerker kein Problem.
Aber Achtung: Wenn Sie Haustiere haben, können Ihnen Katze, Hund und Meerschweinchen auf diese Weise unfreiwillig den Schlaf rauben.

Im Garten:
Sehen, aber nicht gesehen werden: Ein Einbrecher sucht ganz sicher kein Rampenlicht. Im Garten installierte Bewegungsmelder sind normalerweise mit optischen Signalgebern, also Gartenleuchten, verbunden. Und das aus guten Gründen: Erstens steht ein Einbrecher dadurch plötzlich im hell erleuchteten Mittelpunkt, wo er von Ihnen, Ihren Nachbarn oder Passanten entdeckt werden kann. Zweitens würden akustische Warnungen Sie und schlimmstenfalls die ganze Nachbarschaft aufwecken – und das auch jedesmal, wenn ein tierischer Nachtschwärmer Ihren Garten durchstreift.

Drinnen und draußen:
Ausgeklügelte lokale Alarmanlagen (EMA) in Verbindung mit Bewegungsmeldern drinnen und draußen, Überwachungskameras im Eingangsbereich, über Nebeneingängen und im Garten sowie mit weiteren angeschlossenen
Techniken sind sicherlich eine aufwendige Maßnahme, für die ein Heimwerker eine Menge Know-how benötigt.
Hier empfehlen sich grundsätzlich drei Faustregeln:

  • Lassen Sie solche Einrichtungen von einem Fachbetrieb planen und einbauen.
  • Achten Sie bei den einzelnen Bestandteilen auf die Zulassung und Zertifizierung durch die VdS Schadensverhütung GmbH.
  • Kombinieren Sie diese Anlage immer auch mit der Verbindung zu einer externen Meldestelle wie Polizei oder Sicherheitsfirma.

Dezentrale Systeme
Im Grunde können Sie sowohl Glasbruchmelder als auch Mehrzonen-Bewegungsmelder und alle komplexeren Anlagen nicht nur für die interne Alarmmeldung nutzen. Sofern die Zentralanlage dafür vorgesehen ist, lässt sie sich auch für eine externe Verbindung nutzen. Dazu wird ein zusätzlicher Hauptmelder benötigt. Dieses Wählgerät ist per Standleitung direkt mit der Polizei oder per Telefonleitung, über das GMS-Netz bzw. via virtueller X31 Standleitung mit der beauftragten Sicherheitsfirma verbunden.
Das System leitet den Alarm per aufgezeichneter Sprachmitteilung oder digitalisiertem Signal sofort dorthin weiter. Polizei oder Security-Profis sind binnen weniger Minuten vor Ort. Diese Einrichtung verhindert zwar keinen Einbruch, lässt dem Täter aber kaum Zeit, diesen erfolgreich durchzuführen. Sie ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie persönlich abwesend sind. Lokal agierende Anlagen, die lediglich in Ihrer Wohnung Alarm schlagen, nützen wenig, wenn Sie im Ausland weilen und niemand informiert wird.

Kameras mit Videoaufzeichnung sind übrigens auch im Nachhinein sinnvoll: Die Bilder können entscheidend zur Aufklärung eines „erfolgreichen“ Einbruchs beitragen.

TIPP 4: WEITERE SINNVOLLE SICHERHEITSMASSNAHMEN

  • Schließen Sie eine HausratversIcherung mit angemessenem hohem Versicherungsschutz ab.
  • Bei grob fahrlässigem Verhalten (offene Fenster oder Türe etc.) verlieren Sie den Versicherungsschutz.
  • Fertigen Sie eine Liste aller Wertgegenstände mit Kaufbeleg (und idealerweise Foto) an und hinterlegen Sie diese an einem gesicherten Ort (Bankschließfach etc.). Das vereinfacht im Falle des Falles die Verhandlungen mit der Versicherung.
  • Kennzeichnen Sie teure Teppiche, Antiquitäten etc. mit einem wasserfesten UV-Stift. Sichergestelltes Diebesgut lässt sich so eindeutig zuordnen.
  • Bei längerer Abwesenheit (mehr als 60 Tage): Informieren Sie Ihre Versicherung, sonst könnte sie Ihnen dies als gefahrenerhöhend auslegen.
  • Melden Sie einen Einbruch sofort der Polizei, wenn Sie ihn feststellen. Und fassen Sie bis zum Eintreffen der Polizei nichts an.

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