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Natursteine im Garten: eine Übersicht

Natursteine verleihen Ihrem Garten auf vielerlei Weise einen ursprünglichen und rustikalen Charme.

In Jahrmillionen entstanden, ist jeder Stein ein Unikat in Form, Farbe und Zeichnung. Kleine Kunstwerke, die extrem widerstandsfähig und vielseitig verwendbar sind: Natursteine verleihen Ihrem Garten auf vielerlei Weise einen ursprünglichen und rustikalen Charme.

1. NATURSTEINENTSTEHUNG

Natursteine sind das Resultat gigantischer erdgeschichtlicher Prozesse. Bei diesen Prozessen vermengen sich verschiedene Kristalle mit den Gesteinen. Das ergibt ihre einzigartige Vielfalt an Zusammensetzungen, Farben und Strukturen. Natursteine werden in drei Hauptsegmente unterteilt, die auf ihre Entstehungsprozesse zurückgehen. Diese wiederum bestimmen wesentliche Aspekte ihrer Eigenschaften.

MAGMATITE

Wenn flüssiges Magma und Vulkanlava erstarren, bilden sich Magmatit-Gesteine. Entweder tief im Erdinnern (Tiefengestein) oder z.B. bei Vulkanausbrüchen als Lava an der Erdoberfläche (Ergussgestein).

  • Klassische Tiefengesteine sind Granit und verwandte Arten, wie Svenit und Diorit.
  • Populäre Ergussgesteine sind Basalt und Porphyr.

METAMORPHITE

Diese Natursteine entstehen durch Umwandlung (Metamorphose) unter hohem Druck und/oder hohen Temperaturen aus anderen Gesteinen der Erdkruste, wie Ton, Kalkstein, Sandstein oder Granit.

  • Hierzu gehören Schiefer, Gneis, Marmor, Quarzit und Serpentin.

SEDIMENTGESTEIN

Ablagerungen (Sedimente) entstehen entweder durch verwittertes Gestein, Stellen abgelagert wird, oder durch Ansammlungen von Muschelschalen, Schneckengehäusen, Korallen- oder Fossilienskeletten. Neue Erdschichten bilden sich darüber aus. Ihre Masse drückt auf die Ablagerungen und verkittet bzw. presst sie zu einer festen Gesteinsmasse.

  • Quarzhaltige Verwitterungssedimente (Sand) ergeben Sandstein.
  • Calciumhaltige Gesteinsablagerungen wie von Marmor oder Skelettablagerungen bilden Kalkstein.
  • Aus Wasser ausgefällter Kalk wird zu Kalkstein und Travertin gepresst.

2. EIGENSCHAFTEN UND EINSATZBEREICHE

Mit Natursteinen bauen Sie in Ihrem Garten Terrassen, Treppen, Mauern, Beete, Wege, Beet- und Rasenbegrenzungen und vieles mehr.
Doch nicht jeder Naturstein ist – aufgrund seiner Entstehungsgeschichte und seiner Eigenschaften – gleich gut für jeden Einsatzbereich geeignet. Die folgende Übersicht soll eine Empfehlung sein, keine Vorschrift. Im Zweifel fragen Sie in jedem Fall auch den Fachmann des Baumarkts Ihrer Wahl.

ALLROUNDER FÜR ALLE GARTENSTEINARBEITEN

Diese Natursteine können generell für Platten-, Stein-, Pflaster- und Mauerarbeiten verwendet werden.

Granit

(sowie die selteneren Svenit und Diorit) ist der Alleskönner unter den Natursteinen. Mit einer Belastbarkeit von bis zu 14.000 kg pro Quadratzentimeter ist er extrem bruchfest, witterungsbeständig, abriebfest und lässt sich sehr gut polieren.

Granit ist in vielen Farbnuancen erhältlich, von fast Weiß über Hell- bis Dunkelgrau bis zu Rot-, Gelb- und Blautönen. Verwenden Sie Granit nicht nur als klassisch rustikale Lösung für Stein- und Pflasterarbeiten, sondern auch in (polierter) Plattenform für Terrassen, Treppen und Rondells.
Gneis (Paragneis aus Sedimentgestein und Orthogneis aus Tiefengestein) ist nahezu ebenso flexibel. Gneise sind hart, robust, frostsicher, gut in Platten spaltbar und extrem rutschfest. Als etwas grobkörnigere Alternative zu Granit gibt es sie in allen Graunuancen sowie in hellen, bräunlichen und rötlichen Farbtönen. Manche Gneise weisen zudem eine schöne Schieferung auf.

Basalt zeichnet sich durch eine große Kompaktheit, eine hohe Dichte und Feinkörnigkeit aus. Das zähe und wetterfeste Gestein ist in Schwarz bis hin zu dunklen Blautönen erhältlich. Daher Vorsicht: Basaltplatten können sich in der Sonne empfindlich aufheizen. Dafür ist der dunkle Farbton z.B. als Zierstein eine echte Attraktion.

NATURSTEINE FÜR TERRASSENPLATTEN UND TREPPEN

Klassischerweise empfiehlt sich für Terrassen und Treppen das Verlegen von Natursteinplatten. Es bleibt aber selbstverständlich Ihnen überlassen, stattdessen auch Naturstein-Pflastersteine zu verwenden.

Schiefer ist die edle Terrassen- oder Treppenplatte in klassischem Anthrazit, aber auch in Grau-, Rot- und Grüntönen. Die unregelmäßige Form und Struktur verleiht Ihrer Terrasse zusammen mit dem leichten Glanz durch eingebundene Glimmerminerale eine enorme Attraktivität. Schiefer ist sehr widerstandsfähig, frostsicher und wetterbeständig.

Porphyr besitzt teils große, eingeschlossene Kristalle in einer feinkörnigen Grundmasse und ist in bräunlichen bis rostroten Farben, aber auch in Rosé und Dunkelviolett erhältlich. Ihre Terrasse erhält dadurch einen hochattraktiven und abwechslungsreichen Look. Obwohl Porphyr ein robustes Gestein ist, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass die jeweilige Sorte auch tatsächlich frostsicher ist (dies trifft nur auf Porphyr aus tiefen Lagen zu).

Travertin ist hell, meist gelblich bis braun gefärbt – der ideale Naturstein für mediterranes Flair in Ihrem Garten. Das Gestein ist etwas porös und dadurch leicht, gut verarbeitbar (sägen, spalten) und wärmespeichernd. Trotz seiner hohen Wasseraufnahme ist Travertin frostsicher. Polierte Travertinplatten machen jede Terrasse zu etwas Besonderem.

Kalkstein empfiehlt sich neben der Verwendung bei Mauern vor allem für elegante Gartentreppen. Das Gestein ist anfällig gegenüber chemischer Verwitterung und nicht so beständig wie andere Natursteine – daher für viel benutzte Terrassen kritisch. Die Farbenvielfalt reicht von hellen Tönen über Rot, Braun und Gelb bis Dunkelgrau und Schwarz.

NATURSTEINE FÜR GARTENMAUERN

Sandstein besitzt einen extrem hohen Quarzanteil. Die grobkörnigen Steine sind in Beige, Braun, Rot, Grau, Weiß und Grün erhältlich. Zwar wird Sandstein häufig auch als Terrassenplatte angeboten, das Gestein verträgt jedoch kein Tausalz und ist nur bedingt frostsicher. Dafür bietet es schöne Naturfarben und -formen für Ihre Trockenmauer oder das rund geschichtete Pflanzbeet.

Quarzit besteht ebenfalls fast ausschließlich aus Quarz – nicht zu verwechseln mit verkieseltem Sandstein („Felsquarzit“)! Als massiges, festes Gestein kann Quarzit auch eine leichte Schieferstruktur aufweisen. Silberquarzit ist fast weiß bis weißgrau, Eisen gibt ihm eine gelbliche oder rötliche Färbung. Quarzit ist hart, robust und frostsicher. Seine geringe Porosität verhindert auch auf der Wetterseite Moosbildung.
Obwohl vielfach als polygone (Vieleck-)Terrassenplatten angeboten, ist Quarzit sehr säureempfindlich und nicht laugenstabil (Laugen greifen Quarze und Farben an).

NATURSTEINE FÜR GARTENWEGE UND BEGRENZUNGEN

Klassische Natur-Pflastersteine sind vor allem Granit, Basalt und Gneis. Quarzit hingegen lässt sich hervoragend für Beetbegrenzungen verwenden.

WEITERE NATURSTEINALTERNATIVEN

Muschelkalk, ein hellgraues bis beiges Sedimentgestein, ist ausgesprochen attraktiv als Garten-Zierstein.
Tuff ist ein poröses, gelblich bis rötliches Gestein aus Vulkanasche. Als Natursteinplatte gut geeignet, kann er je nach Porosität aber viel Wasser aufnehmen.
Grabbo, die extrem kompakte, hohlraumfreie, robuste und unverwüstliche Granit-Alternative.

LUXUS-STEINARTEN

Serpentin (= Schlange) mit auffälliger, schlangenähnlicher Zeichnung, ist ein Edel-Naturstein in Schwarzgrau-, Rotbraun-, Grün- oder Braunnuancen. Poliert eine noble und elegante Veredelung vor allem im Wohnbereich und für Kunstwerke.

Marmor, die Königin der Natursteine, ist eigentlich blütenweiß. Aufgenommene Fremdbestandteile lassen Braun-, Rot-, Grün- und Grauvarianten entstehen. Gut zu verarbeiten und polierbar, aber säureempfindlich und teuer. Daher eher geeignet als Luxusstein im Innenbereich.

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