company-logo

Unser Ratgeberblog mehr erfahren »

Keine Aktion bei Praktiker verpassen Newsletter abonnieren »

Pressekontakt
Praktiker Trade GmbH & Co. KG
Leitung Kommunikation & Medien
Marlene Mildner
Tel.: 0341 - 60405897
E-Mail: marlene@praktiker.de

Pavillon aufbauen

Ein Pavillon ist nicht mehr und nicht weniger als die perfekte Verbindung aus Gartenambiente und Gartengenuss.

Ein Pavillon ist nicht mehr und nicht weniger als die perfekte Verbindung aus Gartenambiente und Gartengenuss. Ob als zauberhafte Ruhezone oder schattiger Familientreffpunkt – der schönste Platz in Ihrem Garten sollte Ihrem Pavillon vorbehalten sein. Der Aufbau samt Bodenplatte macht zugegebenermaßen ein wenig Arbeit, aber sie lohnt sich.

1. ALLGEMEINES

Einen Pavillon auf eine offene und Schatten spendende Metall- oder Holzkonstruktion zu reduzieren, wird dieser zauberhaften Gartenattraktion bei Weitem nicht gerecht. Durch die Vielzahl unterschiedlichster Formen, Konstruktionen und Materialien bieten sich Ihnen unzählige Möglichkeiten, Ihrem Garten ein ganz außergewöhnliches Flair zu verleihen. Und mit ein wenig Fantasie eingerichtet, wird aus einem Pavillon Ihre ganz persönliche „Sommer-Kuschelecke“ mitten im Grünen.

Holz-Pavillons – die Vielseitigen

  • Eine viereckige Form aus massiven Holzbalken wirkt schlicht und rustikal, ein achteckiger Grundriss aus schlanken Hölzern dagegen verspielter und luftig.
  • Rankengitter als Seitenwände oder Brüstungen versprühen natürliche Gemütlichkeit – und mit Kletterrosen bepflanzt, wird schnell das romantischste Fleckchen Ihres Gartens daraus.
  • Einzelne, geschlossene Seiten z.B. mit Fenstern bieten Schutz vor kühlem Windeinfall und Nieselregen.
  • Dachformen bis hin zum asiatisch anmutenden Pagodendach und Dachmaterialien aus Holz, Schindeln oder Stoff tragen ebenfalls zum attraktiven Gesamteindruck bei.

Metall-Pavillons – die Romantischen

  • Mit ihrer filigranen Ornamentik wirken verzinkte und pulverbeschichtete Metall-Pavillons besonders romantisch und verträumt – und sind zudem besonders pflegeleicht.
  • Als Dach zum Schutz vor Sonne und Regen empfehlen sich Stoffdächer aus Polyester, Segeltuch und anderen Materialien.
  • Oder wie wäre es mit einem natürlichen, bezaubernden Dach aus Rosen – wenn Sie die Geduld aufbringen, Ihr Pavillondach von selbst wachsen zu lassen?

In jedem Fall benötigt ein Pavillon einen festen, seiner Größe entsprechenden Untergrund. Hierbei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Boden und Gestell stilistisch und optisch miteinander harmonieren.

  • Eine funktionale Betondecke wäre zwar ausreichend, würde aber den Charme Ihres Gartenmittelpunkts zweifellos beeinträchtigen.
  • Bedecken Sie diese jedoch z.B. mit freundlichen Bodendielen, kommt die Behaglichkeit ganz von selber.
  • Zu einem Fichtenholz-Pavillon passen auch helle Natursteinplatten wie Sandstein, Betonsteinplatten in Terracotta und ähnliche Untergründe.
  • Kreisrund verlegtes Granitpflaster wirkt zusammen mit einem rosenumrankten Holz- oder Metall-Pavillon besonders authentisch.

Kurz: Bei der Planung Ihres Pavillons können Sie Ihrer Fantasie in jeder Hinsicht freien Lauf lassen. Hauptsache, Sie fühlen sich darin rundum wohl.

2. PAVILLON AUFBAUEN

Wie Sie Ihren Pavillon-Bausatz im Detail aufbauen müssen, entnehmen Sie bitte der jeweils beigefügten Montageanleitung. Beispielhaft folgt hier die Beschreibung des Aufbaus eines Holz-Pavillons auf Betonfundament mit Bodendielen.

HOLZ-PAVILLON MIT BODENDIELEN

BETONFUNDAMENT ANLEGEN

WERKZEUG UND MATERIAL FÜR DAS FUNDAMENT

  • Schubkarre
  • Hammer
  • Hacke
  • Spaten
  • Schaufel
  • Maßband
  • Handstampfer oder Rüttelplatte
  • Maurerschnur
  • Eisenstäbe
  • Wasserwaage
  • Abziehbrett
  • Kies oder Schotter
  • Split
  • Fertigbeton

Für einen achteckigen Pavillon mit einem Durchmesser von z.B. 3,50 m sollte die Bodenplatte rundherum etwa 50 – 80 cm darüber hinausragen. Die überstehende Betondecke wird zum Schluss mit kleinem Granitpflaster attraktiv verziert.

SCHRITT 1:

Schlagen Sie exakt in die Mitte des späteren Pavillonstandortes eine Eisenstange in die Erde und befestigen Sie die Maurerschnur daran. Rollen Sie diese etwa 4 – 4,30 m ab, nehmen Sie eine zweite Stange oder einen Holzpflock und zeichnen Sie in diesem Abstand wie mit einem Zirkel einen Kreis in die Erde.

SCHRITT 2:

Nun müssen Sie das Erdreich innerhalb des Kreises 40 cm tief ausheben und mit der Schubkarre abtransportieren. Das Loch wird zur Frostsicherung 20 cm hoch mit Kies befüllt und mit der Rüttelplatte oder dem Handstampfer verdichtet. Darauf kommt der erdfeuchte Fertigbeton in einer Stärke von 20 cm. Dieser wird zunächst mit der Schaufel bestmöglich plan verteilt und zum Schluss mit dem Abziehbrett waagerecht abgezogen.

TIPP 1: BODEN-ALTERNATIVEN

Statt Holzdielen können Sie zahlreiche andere Bodenbeläge wählen. Rustikales Granitpflaster z.B. sieht ausgesprochen charmant aus. Hierbei ist kein Betonfundament nötig. Die Pfosten werden wie z.B. beim Carport auf Betonsockel montiert (s. auch unseren Ratgeber „Carport bauen“).
Der Pflasteruntergrund besteht aus Kies, Schotter und Split oder Verlegesand (s. auch unseren Ratgeber Natursteine im Garten – Gartenwege. Weitere Alternativen – mit oder ohne Betonplatte – wären Naturstein- oder Betonsteinplatten. Wie Sie diese verlegen, können Sie in unserem Ratgeber „Steinterrasse anlegen“ nachlesen.

PAVILLON AUFBAUEN

WERKZEUG UND MATERIAL FÜR DAS PAVILLON

  • Pavillon-Bausatz
  • Schraubendreher
  • Schraubenschlüssel
  • Akku-Schrauber
  • Hammer
  • Leiter
  • Zollstock
  • Bohrmaschine mit Stein- und Holzbohrer
  • Dübel
  • Stahlschrauben
  • Pfostenträger (U- oder L-Form) / Pfostenhülse
  • Dachpappe
  • Dachpappenägel
  • Kreide

SCHRITT 1:

Die erste Aufgabe besteht in der exakten Markierung der Pfosten-Standorte. Halten Sie sich hierbei genau an die Montageanleitung und messen Sie die Abstände untereinander sehr sorgfältig mit dem Maßband nach. Die Positionen der Pfosten werden mit Kreide auf dem Beton markiert.

SCHRITT 2:

Nun müssen Sie die Pfostenträger mit Bohrmaschine, Dübel und Schauben im Beton fixieren. Ob Sie sich für U-, oder L-förmige Träger oder geschlossene Pfostenhülsen entscheiden, sollten Sie von der Pfostenstärke des Pavillons abhängig machen. Dann wird der Pfosten eingesetzt und festgeschraubt. Messen Sie den senkrechten Stand unbedingt mit der Wasserwaage nach und justieren Sie die Pfosten notfalls neu.

SCHRITT 3:

Anschließend sollten Sie die Bodendielen auslegen. Zum Schutz gegen Feuchtigkeit werden die Unterseiten der Dielen mit Dachpappe versehen. Legen Sie die Dielen entsprechend dem Grundriss auf dem Beton aus, sodass rundherum ein gleich breiter Rand der Betonplatte sichtbar bleibt.

Die Dielen im Pfostenbereich können Sie mit der Stichsäge zunächst in der Mitte längs durchsägen, im Pfostenbereich etwas aussägen und dann passgenau um den Pfosten herum anlegen.

SCHRITT 4:

Zum Schluss empfiehlt es sich, alle äußeren Bodendielen ebenfalls zu fixieren, um ein Wegrutschen zu vermeiden. Hierzu können Sie einen rundherum laufenden Rahmen aus Holzlatten anfertigen, der an den Ecken mit Dübel und Schrauben im Beton verankert wird. Die Lattenhöhe sollte der Dielenhöhe entsprechen. Oder Sie unterlegen die Dielen mit einem Gerüst aus Dachlatten, auf die Sie den Pavillonboden mit Holzschrauben befestigen.

SCHRITT 5:

Wenn alle acht Pfosten und der Boden montiert sind, geht es mit Unterstützung eines Helfers an den Dachaufbau. Das Dach besteht meist aus einem Rahmen aus Dachsparren, die entlang der Seiten auf die Pfostenköpfe geschraubt werden. Anschließend folgt der Aufbau der 30°-40° geneigten Firstsparren, die sich in der Mitte treffen und an der sogenannten Knotenplatte zusammengefügt und verschraubt werden.

SCHRITT 6:

Steht das Dachgerüst, können Sie mit der Dachbedeckung beginnen. Die mit Nut- und Federsystem ausgestatteten Bretter dicht ineinanderschieben und mit Nägeln auf den Sparren fixieren. Fertig.

TIPP 2: METALL-PAVILLON AUFBAUEN

Als Vorarbeiten beim Aufstellen eines Metall-Pavillons ist das Gießen eines Betonfundaments möglich, aber nicht zwingend nötig. Stattdessen können Sie für die Pfosten einzelne Betonsockel anlegen und die Stützen darauf anschrauben. Die Bodenfläche wird gepflastert oder plattiert (s. auch Praktiker Ratgeber „Steinterrasse anlegen“). Die Montage selbst entnehmen Sie bitte der jeweiligen Montageanleitung. Als Dach empfehlen sich dezente oder farbenfrohe Stoffdächer aus UV-beständigem Polyester oder Segeltuch. Oder Sie lassen Ihren Metall-Pavillon wie eine Pergola oder einen Rosenbogen von den Seiten her bis zum Schatten spendenden Giebel einfach zuwachsen.

SCHRITT 7:

Zwar sind alle Holzelemente witterungsbeständig kesseldruckimprägniert, doch zur optimalen Abdichtung empfiehlt es sich, das Dach zusätzlich mit Dachpappe – oder optisch reizvoller – mit Schindeln aus Dachpappe abzudecken. Sie werden von unten nach oben überlappend verlegt und mit Dachpappenägeln auf den Brettern befestigt oder auch einfach festgetackert.

SCHRITT 8:

Ganz nach Belieben und Ausstattung Ihres Pavillon-Bausatzes können Sie nun die offenen Seiten zwischen den Pfosten mit Ranken- oder Lamellengittern, Brüstungen und als Windschutz seitenweise auch mit Dichtwänden schließen.

SCHRITT 9:

Wenn Sie nun auch noch den überstehenden Betonrand rund um den Pavillon mit kleinen Granitpflastersteinen oder anderen Steinarten bekleben, haben Sie sich einen traumhaften Gartenmittelpunkt geschaffen.

Je nach Größe, Höhe und Standort (z.B. Abstand zur Grundstücksgrenze und zum Nachbargrundstück) kann es sein, dass Sie für Ihren Pavillon eine Baugenehmigung benötigen. Die Vorschriften dafür sind regional sehr unterschiedlich. Bitte fragen Sie daher vor dem Aufbau in jedem Fall beim Bauamt Ihrer Gemeinde nach, ob eine Genehmigung erforderlich ist.

TIPP 3: PAVILLONS EINRICHTEN

Da Pavillons Schutz vor Sonne und Sommerregen und zudem viel Platz bieten, eröffnen sich Ihnen zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten.
Lassen Sie Ihre Fantasie spielen:

Mit einer schönen Sitzgruppe wird Ihr Pavillon zum schattigen Treffpunkt jedes Grillfestes oder abendlichen Beisammensitzens. Gemütliche Bänke und Liegen verwandeln Pavillons in erholsame Ruhe- und Relaxzonen zum Lesen, Entspannen und Träumen. An den Pfosten angebrachte Lampions zaubern abends eine urromantische Atmosphäre herbei.
Wegen der zumeist offenen Seiten sollten Sie auf die dauerhafte Installation von Elektrogeräten wie Kühlschrank oder Eismaschine verzichten.

Zurück