Rasen anlegen

Ein sanfter, weicher, grüner Teppich zum Entspannen und Toben, zum Genießen und Pflegen: So einfach kommen auch Sie zu einem gesunden und schönen Rasen.

1. VORBEREITUNGEN

Ein sanfter, weicher, grüner Teppich zum Entspannen und Toben, zum Genießen und Pflegen: So einfach kommen auch Sie zu einem gesunden und schönen Rasen.

RASENARTEN

Ihre erste Entscheidung gilt der Rasenart oder genauer: der Rasensamenmischung. Rasen besteht immer aus mehreren kombinierten Rasenarten, deren jeweils besten Eigenschaften sich zu einem bestimmten Wunschrasen verbinden.

  • Der gängigste Gebrauchsrasen ist der Sport- und Spielrasen. Er ist besonders robust, widerstandsfähig und regenerationsfähig. Der ideale „Familien“- Rasen, auf dem Sie mit Ihren Kindern toben, sich ausgiebig sonnen und mit Freunden und Nachbarn nette Grillpartys feiern können.
  • Ein Zierrasen besteht aus besonders feinen, dicht wachsenden Gräsern. Zierrasen entwickeln sich zu richtig schön dunkelgrünen, sanften Teppichen nach englischem Vorbild, sind jedoch auch weniger belastbar.
  • Luxusrasen setzen sich nur aus den besten und feinsten Rasensamensorten zusammen. Sozusagen der „Perserteppich“ für den Hausgarten. Dunkelgrün, dicht, kurz gewachsen, flauschigweich – ein empfindsamer Verwöhnrasen für alle Sinne.
  • Wo die Sonne nur eingeschränkt hinkommt, empfiehlt sich ein Schattenrasen. Diese Rasenart eignet sich speziell in halbschattigen und schattigen Lagen und lässt sich gut mit einem Zierrasen mischen.

BODEN

15 cm Mutterboden sind das Minimum. Ideal ist ein Boden mit einem gewissen Sandanteil. Schwerer, lehmiger Boden ist wenig geeignet, weil er sich schwer bearbeiten lässt und das Wasser staut. Zu sandig darf er jedoch auch nicht sein, weil sonst Wasser und Nährstoffe zu schnell abfließen und dem Rasen für sein Wachstum fehlen.

TIPP 1: KLEINE BODEN-TIPPS

Durch eine Bodenanalyse können Sie selbst leicht feststellen, ob Ihr Boden genügend Nährstoffe enthält.
Sinnvoll ist auch eine vorzeitige pH-Wert-Messung. Ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6 – 7 ist optimal, darunter bedeutet saurer Boden, darüber alkalischer Boden. Saure Böden werden mit Kalk eingestreut, alkalische Böden mit Torf vermengt. Zu sandige Böden können Sie mit Kompost oder Rindenhumus verbessern.

2. BODEN PRÄPARIEREN

WERKZEUG UND MATERIAL

  • Große und kleine Harke
  • Spaten
  • Schaufel
  • Schubkarre oder Korb (zum Einsammeln größerer Steine etc.)
  • Walze
  • Streuwagen (ggf. ausleihen)
  • Gartenschlauch mit Sprühkopf
  • Rasensaat (ca. 25 g pro m²)
  • Dünger

Die beste Zeit zur Aussaat ist Ende März bis Mai oder im September. Bei einer Aussaat im September hat Ihr Rasen länger Zeit, sich für den nächsten Sommer in Bestform zu bringen.
Die Planung und Vorbereitung müssen Sie entsprechend vorher abschließen.

SCHRITT 1:

Lockern Sie den Boden mit Spaten, Harke und/oder Kultivator mindestens spatentief (10-15 cm) auf. Damit brechen Sie tiefere Erdschichten auf und erleichtern das Abfließen des Wassers. Nun bei Bedarf eventuell nötige Beimischungen (Torf, Kalk, Sand, Kompost etc.) gründlich einarbeiten.

SCHRITT 2:

Entfernen Sie dann alle Steine, Wurzeln und gelöstes Unkraut und sammeln Sie alles in der Schubkarre. Anschließend mit einem Rechen die gröbsten Unebenheiten ausgleichen. Perfekt wäre jetzt, wenn Sie die Fläche 1 Woche ruhen lassen könnten.

SCHRITT 3:

Je nach Bodenbeschaffenheit und Nährstoffgehalt ist es sinnvoll, 1 Woche vor Aussaat in die gesamte Fläche Rasendünger einzuarbeiten.

SCHRITT 4:

Lag die Fläche eine Zeit lang brach, zunächst das nachgewachsene Unkraut entfernen und die Fläche mit dem Rechen nochmals und möglichst gründlich nachebnen. Nun mit einer Gartenwalze (ggf. in Ihrem Baumarkt leihen) in ruhigem Tempo die gesamte Fläche gleichmäßig einebnen.

TIPP 2: ROLLRASEN

Die schnelle Alternative zur Rasensaat.
Bis einschließlich des ersten Walzvorgangs sind die Vorbereitungsarbeiten identisch. Ausgerollt wird an einer exakt geraden Kante entlang (z.B. Raseneinfassung oder ausgelegte Schnur). Die weiteren Bahnen dicht, fugenfrei und versetzt anlegen und ausrollen. Kreuzfugen vermeiden. Überstehende Rasenstücke mit einem Messer oder Kantenstecher abschneiden. Den ausgerollten Rasen am Besten mit einer Walze andrücken und gründlich wässern. Bis zum vollständigen Anwachsen der Wurzeln immer wieder wässern.

3. RASEN SÄEN UND BEWÄSSERN

SCHRITT 1:

Rasensamen mit der Hand gut durchmischen und in den Streuwagen füllen. Rechnen Sie mit ca. 25 g pro Quadratmeter Rasen. Der Streuwagen stellt eine wesentlich gleichmäßigere Aussaat als von Hand sicher. Schieben oder ziehen Sie ihn lückenlos über die gesamte Fläche. Füllen Sie den Rasensamen rechtzeitig nach, um kahle Stellen zu vermeiden.

SCHRITT 2:

Anschließend die Saat ganz leicht einharken. Dann erneut mit der Walze glätten. So verbinden sich die Saatkörner zum Keimen besser mit dem feuchten Boden und werden nicht so schnell vom Wind verweht. Zum Schluss die Aussaat gut beregnen. Nehmen Sie einen feinen Sprühkopf oder halten Sie den Schlauch senkrecht, damit Sie nicht versehentlich die Saat wegschwemmen.

Die kommenden 3-4 Wochen sollten Sie die Rasenfläche ständig gleichmäßig feucht halten. Mehr gibt es zunächst nicht zu tun. Ist der Rasen auf etwa 10 cm gewachsen, können Sie Ihrem Rasenmäher erstmals Gelegenheit geben, sein Können zu zeigen. Bei Sport- und Spielrasen beträgt die Schnitthöhe etwa 4 cm, bei Zierrasen 2-3 cm. Lassen Sie Ihrem Sport- und Spielrasen aber gut drei Rasenschnitte Zeit, bevor Sie ihn erstmals richtig strapazieren.

KLEINER TIPP AM RANDE

Ist die Rasenfläche nicht allzu groß und Sie finden keine Walze für die Vorarbeiten und nach dem Einsäen, tun es notfalls auch kleinere Bretter, die Sie sich unter die Schuhe binden können, um den Effekt der Walze schrittweise nachzuahmen.

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